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VIRUS/Feuerwehr und Rotes Kreuz: Gut gerüstet für Coronavirus-Patienten

BERLIN/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Den Rettungsdiensten bereiten die Coronavirus-Infektionen in Deutschland bisher kein besonderes Kopfzerbrechen. Beim Deutschen Feuerwehrverband und beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) heißt es, Krankentransporte mit möglicherweise ansteckenden Patienten gehörten auch jenseits von Coronavirus-Fällen zum Alltag. Nur wenn die Zahl der Fälle extrem ansteigen sollte, könne dies zur Herausforderung werden. Feuerwehr und Rotes Kreuz fahren die Mehrzahl der Rettungseinsätze in Deutschland.

Es gebe jeden Tag einige Patienten, die mit schweren Erkältungssymptomen den Rettungsdienst unter der 112 anriefen und ins Krankenhaus gebracht würden, sagte der Sprecher des Deutschen Feuerwehrverbandes, Carsten-Michael Pix, der Deutschen Presse-Agentur. Aber: "Bislang ist das überschaubar." Die Kollegen in den Rettungswägen seien auf derartige Fälle vorbereitet. "Sie wissen, was sie zu tun haben."

Ein zeitlicher Faktor sei die anschließende Desinfektion der Fahrzeuge. "Die Herausforderung für die Feuerwehr ist, dass die Rettungswagen danach wieder gereinigt werden müssen." Handdesinfektion und Mundschutz gebe es noch ausreichend. Es sei genug Reserve vorhanden, auch wenn die große Nachfrage weltweit auch bei der Feuerwehr spürbar sei.

Auch beim DRK heißt es, bei Material wie Schutzausrüstung gebe es bisher keine Engpässe. "Wie in allen Lagen sind wir durch gegenseitige Unterstützung bemüht, Ressourcen-Engpässe zu vermeiden. Auch im Bereich der Transportkapazitäten treten wegen Covid-19 keine Engpässe auf", sagte eine Sprecherin. Für die Kollegen sei das "ein ganz normaler Infektionsschutztransport".

Die Fahrzeuge des Rettungsdienstes seien ausgestattet für den Fall, dass ein infektiöser Patient transportiert werden muss, sagte die Sprecherin. "Für die geschulten Rettungsdienstmitarbeiter sind Infektionsschutztransporte keine Seltenheit, das Virus Sars-CoV-2 stellt insofern keinen Sonderfall dar. Allenfalls kann das erhöhte Fallaufkommen zu einer echten Herausforderung werden."