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VIRUS: FDP fordert in Coronakrise schnelle Liquiditätshilfen für Unternehmen

BERLIN (dpa-AFX) - Um einen Absturz der deutschen Wirtschaft infolge der Corona-Epidemie zu vermeiden, verlangt die FDP schnelle Liquiditätshilfen für Unternehmen. Der Staat sollte die jetzt fälligen Steuervorauszahlungen großzügig zinslos stunden, um die Liquidität in den Unternehmen zu belassen, verlangte der FDP-Vorsitzende Christian Lindner am Dienstag in Berlin. "Jetzt geht es darum, eine Pleitewelle zu verhindern." Der Staat verfüge über genügend Liquidität, ergänzte der Vize-Fraktionsvorsitzende Christian Dürr. Davon müssten jetzt die Unternehmen profitieren.

Die FDP forderte auch, bis Ende 2020 keine Verzugszinsen mehr zu erheben und die Frist für das Stellen von Insolvenzanträgen von jetzt drei auf künftig sechs Wochen zu verlängern. Außerdem sollte die Vorauszahlung der Sozialversicherungsbeiträge wieder rückgängig gemacht und das Fälligkeitsdatum für diese Beiträge sollte nach hinten verschoben werden.

"Wir brauchen einen guten Plan gegen eine Wirtschaftskrise nach der Gesundheitskrise", sagte Lindner. "Wir brauchen jetzt keine Panik, aber schnelles, zielgerichtetes, entschlossenes Handeln."

Mit Blick auf die Corona-Epidemie verlangte Lindner ein kurzfristiges "Krisentreffen" von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Vorsitzenden der Bundestagsfraktionen. "Wir brauchen einen Krisenplan für unser Land, in dem alle erforderlichen Maßnahmen gebündelt werden." Zur Koordinierung der Maßnahmen forderte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Theurer auch einen "Sondergipfel" der Ministerpräsidenten.