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VIRUS: Esken will Lehren aus Coronavirus für Föderalismus ziehen

BERLIN (dpa-AFX) - SPD-Chefin Saskia Esken will aus der Coronavirus-Krise Lehren für die Zukunft ziehen. Bei allem Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates sei für sie etwa die Frage des Föderalismus wichtig, sagte Esken der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Esken sagte: "Was lernen wir aus dieser Situation über die Krisenfestigkeit des föderalen Zusammenspiels und Behördenstrukturen oder auch über unsere Souveränität in Bezug auf die Bereitstellung strategischer Wirtschaftsgüter wie etwa Arzneimittel-Grundstoffe?"

Die SPD-Chefin befürwortet zudem, die Pflicht zur Anwesenheit etwa in vielen Firmen zu überdenken. "Vielleicht ergibt sich zudem die Chance, unsere Meeting- und Präsenzkultur mit digitalen Mitteln ein Stück weit weiterzuentwickeln", so Esken.

In der aktuellen Krise sei nun vor allem die Sicherung von Arbeitsplätzen wichtig. "Es muss uns darauf ankommen, dass in der durch Corona entstehenden krisenhaften Situation, die zu einer bereits vorhandenen konjunkturellen Teilstörung hinzukommt, der Verlust von Arbeitsplätzen vermieden wird", sagte sie. Deshalb habe die Regierung das Instrument der Kurzarbeit nochmal geschärft.