Deutsche Märkte öffnen in 8 Stunden 35 Minuten

VIRUS: Coronavirus erreicht verstärkt Süditalien

ROM (dpa-AFX) - Die Coronavirus-Pandemie versetzt verstärkt den armen Süden Italiens in Alarmzustand. Bisher liegt der Schwerpunkt der Ansteckungswelle zwar weiter in der Lombardei und anderen Gebieten im Norden. Doch seit Anfang der Woche stehen mehrere Gemeinden im Süden unter voller Quarantäne, weil sich dort die Fälle häuften, wie Nachrichtenagenturen schrieben. Zu- und Ausfahrtsperren gebe es etwa in Orten der Provinz Avellino östlich von Neapel in der Region Kampanien. In ganz Kampanien zählten die Behörden bis Sonntag gut 330 Infizierte, in der Lombardei sind es mehr als 13 000.

Für Sizilien ganz im Süden erließen die Behörden Reiseverbote. Flugzeuge dürfen fast nicht mehr landen und starten, Züge und Fähren wurden auf ein Minimum reduziert. Auf der Insel sind die Verantwortlichen aufgeschreckt, weil Zehntausende Menschen aus dem Norden in kurzer Zeit dort eingetroffen seien, hieß es. Einige haben dort Familien, andere Ferienquartiere. Auch für die Urlaubsinsel Sardinien gelten Reiseverbote. Die Krankenversorgung im armen Süden gilt als deutlich schlechter als im wirtschaftsstarken Norden. Ein Ausbruch der Covid-19-Krankheit wie im Norden könnte dort noch gravierendere Auswirkungen haben als etwa rund um Bergamo, wo die Hospitäler am Limit sind.