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Deutschlands Automarkt schwächelt - Im Juli ein Viertel weniger Pkw neu zugelassen

·Lesedauer: 2 Min.
Neuwagen auf einem Parkplatz

Deutschlands Automarkt schwächelt: Die Zahl der Neuzulassungen schrumpfte im Juli stark um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg am Mittwoch mitteilte. Der Absatz von Elektroautos nahm zwar weiter zu - aber nicht mehr so stark wie in den Vormonaten. Größter Bremsklotz sei der Chipmangel, erklärte Experte Peter Fuß von EY: Millionen Autos könnten nicht gebaut und ausgeliefert werden.

Im Juli wurden nur rund 236.400 Pkw neu angemeldet, das waren 24,9 Prozent weniger als im Juli 2020. Es war der erste monatliche Rückgang nach vier Wachstumsmonaten in Folge, wie der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) erklärte.

Die Sieben-Monats-Bilanz war laut KBA positiv: Von Januar bis Ende Juli wurden insgesamt 1,63 Millionen Neuwagen zugelassen, ein Plus von 6,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der VDA betonte indes, das Vorkrisenniveau sei "weiterhin nicht in Sicht".

Besonders gut verkauften sich weiterhin Autos mit Elektroantrieb. Laut KBA wurden knapp 25.500 reine Elektroautos im Juli neu zugelassen, fast 52 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Bei den Plug-in-Hybriden (30.000 Neuzulassungen) lag das Plus zum Vorjahresmonat bei fast 58 Prozent.

EY-Experte Fuß erklärte, auch in diesem Boom-Segment habe sich das Wachstumstempo "massiv verringert". Im Juni hatte sich der Absatz von E-Autos noch vervierfacht, der von Plug-in-Hybriden verdreifacht. "Der Chipmangel trifft auch das Elektro-Segment hart", lautet seine Begründung.

Die Neuzulassungen von Pkw mit Benzinmotor gingen um fast 40 Prozent auf 93.180 zurück; bei Autos mit Dieselmotor betrug der Rückgang 48 Prozent auf 46.700 Pkw. "Das Tempo, mit dem der Verbrenner Marktanteile abgibt, ist atemberaubend", erklärte Fuß.

Der Anteil der Benziner an den Neuzulassungen lag im Juli bei 39,4 Prozent, der von Dieselautos bei 19,7 Prozent. E-Autos und Plug-in-Hybride hatten demnach einen Anteil von zusammen 23,6 Prozent. Die Bundesregierung hatte am Montag mitgeteilt, dass auch dank ihrer Förderung aktuell eine Million E-Autos auf Deutschlands Straßen unterwegs sind.

Fuß rechnet mit einem enormen Nachholbedarf der Verbraucherinnen und Verbraucher: "Die Welle, die wir vor uns herschieben, wird immer größer. Falls wir die Pandemie in den kommenden Monaten in den Griff bekommen und die Industrie wieder lieferfähig wird, werden wir ein sehr positives Jahr 2022 bekommen."

ilo/hcy

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