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Jeder vierte Erwachsene hat laut einer Studie diese oft übersehene Lebererkrankung, die auch das Risiko einer Herzerkrankung erhöht

·Lesedauer: 2 Min.
Die nichtalkoholische Fettleber kann durch ein gesunde Ernährung und Bewegung behandelt werden.
Die nichtalkoholische Fettleber kann durch ein gesunde Ernährung und Bewegung behandelt werden.

Schätzungsweise hat jeder vierte Erwachsene eine häufig übersehene Lebererkrankung, die das Risiko für Herzkrankheiten erhöht, so eine neue Studie der American Heart Association (AHA).

Die sogenannte nichtalkoholische Fettlebererkrankung (NASH) tritt auf, wenn der Körper ungewöhnlich große Mengen an Fett in der Leber ablagert, was zu Narbenbildung und Entzündungen führen kann, heißt es in der am 14. April erschienen Fachzeitschrift Arteriosclerosis, Thrombosis, and Vascular Biology.

Durch das Ablagern des Fettes können jedoch weitere gesundheitliche Schäden entstehen. So sind Herzkrankheiten die häufigste Todesursache bei Menschen mit einer nichtalkoholischen Fettlebererkrankung. Leber- und Herzerkrankungen haben viele gemeinsame Risikofaktoren, darunter Diabetes Typ 2 und Fettleibigkeit. Auch das metabolische Syndrom (erhöhte Werte an Blutzucker und Triglyceride im Blut, Ablagerung von innerem Bauchfett und Bluthochdruck) kann eine Folgeerscheinung sein.

NASH wird von Ärzten oft übersehen

Die Wissenschaftler halten in ihrer Studie fest, dass NASH in der medizinischen Routineversorgung jedoch oft übersehen werde. Die nichtalkoholische Fettleber kann so jahrelang unerkannt bleiben.

P. Barton Duell, Vorsitzender des Ausschusses der American Heart Association, sagt: "Es ist wichtig, über die Erkrankung Bescheid zu wissen und sie frühzeitig zu behandeln, da sie ein Risikofaktor für chronische Leberschäden und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist." Die AHA wolle mit der Studie das Bewusstsein für diese Erkrankung schärfen und hoffe, dass sich der Zugang zu Screening-Tools verbessere.

Behandlung ist möglich und einfach

Wenn sie früh genug diagnostiziert wird, kann die NASH mit einer Änderung des Lebensstils gut behandelt werden.

Zwar kann die Genetik einen Einfluss darauf haben, ob jemand eine Fettleber entwickelt, aber ein gesunder Lebensstil kann helfen, sie zu verhindern, so die AHA. Sie empfehlen, regelmäßig Sport zu treiben, sich gesund zu ernähren und ein gesundes Körpergewicht zu halten.

"Obwohl eine gesunde Lebensweise dazu beitragen kann, NASH bei vielen Menschen zu verhindern, können einige trotz aller Bemühungen eine NASH entwickeln", erklärt Duell. Andersherum könnten allerdings auch genetische Faktoren verhindern, dass Menschen trotz Fettleibigkeit, Typ-2-Diabetes, ungesunden Ernährungsgewohnheiten oder Bewegungsmangel eine Fettleber entwickeln.

Bewegung und gesunde Ernährung helfen, Leberfett zu reduzieren

Eine Gewichtsabnahme von zehn Prozent des Körpergewichts reduziere das Leberfett laut AHA schon dramatisch, und selbst fünf Prozent Gewichtsverlust würden zu spürbaren Verbesserungen führen, heißt es in einer Erklärung der Wissenschaftler.

Die Forscher empfehlen sich 20-30 Minuten täglich zu bewegen. Damit kann das Leberfett reduziert und die Insulinempfindlichkeit verbessert werden. In Bezug auf die Ernährung empfehlen sie, den Konsum von Fett und einfachen Zuckern zu reduzieren, Alkohol zu vermeiden und ballaststoffreiches Gemüse und Vollkornprodukte zu essen.

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