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Vier Wochen 9-Euro-Ticket und die Punker sind immer noch auf Sylt – jetzt wehren sich die Inselbewohner

Die Punks sorgen immer noch für Aufregung auf Sylt, nun will man ihnen das Leben schwer machen. - Copyright: Getty Images
Die Punks sorgen immer noch für Aufregung auf Sylt, nun will man ihnen das Leben schwer machen. - Copyright: Getty Images

Es ist Tag 26 des in ganz Deutschland gültigen Neun-Euro-Tickets. Und falls Nikolas Häckel (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde Sylt, gehofft hatte, dass die Punker, die mit der Nahverkehrs-Flatrate auf die Nordseeinsel eingefallen sind, nur eine Eintagsfliege sind – hat er sich getäuscht.

Nach wie vor kann man in Westerland die Punks beobachten, vor allen Dingen rund um den Bahnhof und am Wahrzeichen Westerlands, der Kunstfigur "Dicke Wilhelmine":

Eingezäunte Wilhelmine

Die Dicke Wilhelmine der Künstlerin Ursula Hensel-Krüger konnte man zu besseren Zeiten so bewundern:

 - Copyright: picture alliance / imageBROKER | Egon Bömsch
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Jetzt sind Brunnen und Statue mit einem hohen Bauzaun umzingelt. Die Punker sollen den Brunnen unter anderem als Pool und als Bierkühler zweckentfremdet haben. Nun zweckentfremden sie den Bauzaun als Wäscheständer und hängen dort ihre Kleidung zum Trocknen auf. Bürgermeister Häckel hatte der "Bild" gesagt, er habe den Brunnen absperren lassen, weil er "repariert weden" müsse.

Es ist aber noch eine weitere Maßnahme sichtbar: Hinter dem Brunnen führt eine kleine, enge Gasse in Richtung einer Reformhausfiliale. Diesen Durchgang sollen die Punker fürs Wildpinkeln missbraucht haben – jetzt ist er mit einer hohen Mauer aus Betonklötzen gesperrt.

 - Copyright: Business Insider
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Punks: "Gucken kostet was!"

Die Punker machen ihrem Ruf alle Ehre. Wer derzeit durch die Wilhelmstraße in Westerland läuft, wird nicht selten von lautem Gebrüll begrüßt. Auf einen ihrer Klappstühle haben die Punks "Psycho" geschrieben. Ein aufgestellter Teller bittet um Geld "für Speis' und Trank". Eine Spendenbüchse ruft zu Spenden gegen Nazis auf.

Wer glotzt, kriegt einen Spruch gedrückt: "Gucken kostet was", blafft einer der Punks am Samstag einen Touristen an. Eine Punkerin dagegen unterhält sich sehr liebevoll mit einer Frau über ihren Urlaub. "Ich wünsch' dir ganz viel Power, ey!", gibt die Punkerin ihr mit auf den Weg.

Indes ist auch die Bahnhofshalle in Westerland von den neuartigen Gästen betroffen: Weil es in den Abendstunden immer wieder zu "Vandalismus" und "starken Verunreinigungen" komme, werde die Halle um 21 Uhr geschlossen, teilt ein Schild an der Tür mit.

Für die Sylter Politik ist die Aktion der Punker ein schmaler Grat: Viele Touristen nehmen die Besucher mit Gelassenheit. Die umliegenden Gastronomen dagegen sind mächtig genervt. Das Neun-Euro-Ticket jedenfalls gilt noch für die Monate Juli und August.

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