Deutsche Märkte geschlossen

Mindestens sechs Tote und über 200 Verletzte bei Erdbeben in der Ägäis

·Lesedauer: 2 Min.

Nach dem Erdbeben sind in der Westtürkei mehrere Gebäude eingestürzt und Menschen verschüttet worden. Auch in Griechenland waren die Erschütterungen zu spüren.

Nach dem schweren Erdbeben in der Ägäis haben türkische Behörden bislang sechs Tote gemeldet. Weitere 202 Menschen seien verletzt worden, so die türkische Katastrophenschutzbehörde Afad am Freitag.

Rund 70 Personen wurden bereits aus den Trümmern geborgen, weitere sind verschüttet. Nach dem Erdbeben waren in der Westtürkei mehrere Gebäude eingestürzt und Menschen verschüttet worden. Das Meer trat über seine Ufer.

Auch auf der griechischen Insel Samos kam es zu Schäden und einem Tsunami. Medienberichten zufolge sollen in der Kleinstadt Vathy zwei 17 Jahre alte Jugendliche tot geborgen worden.

Zuvor hatten griechische Behörden von acht Verletzten berichtet, die nach dem Erdbeben ins Krankenhaus der Insel gebracht worden waren. Über weitere Verletzte oder Tote herrscht noch Unklarheit.

Das Beben hatte nach Angaben der nationalen türkischen Katastrophenbehörde eine Stärke von 6,6. Das Zentrum des Bebens war vor der türkischen Provinz Izmir gelegen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.

Der Fernsehsender TRT zeigte Bilder von eingestürzten Mehrfamilienhäusern und von Staubwolken über der Stadt Izmir. Es wurde von Panik auf den Straßen während des Bebens berichtet, Telefonverbindungen seien unterbrochen gewesen.

Auch auf Bildern aus dem türkischen Seferihisar waren überflutete Gassen zu sehen. Berichten zufolge hatte es auch dort einen kleinen Tsunami gegeben. Experten warnten im Interview mit TRT vor einem möglichen weiteren Tsunami.

Beben bis Athen spürbar

Das Deutsche Geoforschungs-Zentrum (GFZ) in Potsdam informierte über das „schwere Erdbeben mit einem Tsunami“. Nach GFZ-Berechnungen erreichten die Wellen Höhen von mehr als 1,5 Metern. Sie könnten an der Küste womöglich bis zu drei Meter hoch auflaufen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan richtete sich in einem Tweet an die Bevölkerung. Man stehe den vom Erdbeben betroffenen Menschen mit allen Mitteln bei.
Verschiedenen Berichten zufolge soll das Beben in der türkischen Metropole Istanbul und bis in die griechische Hauptstadt Athen zu spüren gewesen sein.

EU-Ratspräsident Charles Michel bot der Türkei und Griechenland Hilfe an. „Ich bin in Gedanken bei allen, die betroffen sind“, schrieb Michel am Freitag auf Twitter. „Die EU hält sich bereit, Unterstützung zu leisten.“ Ähnlich äußerte sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.