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Vier Demonstranten im Irak getötet

·Lesedauer: 2 Min.
Protest in Nasirijah

Bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften im Irak sind vier regierungskritische Demonstranten getötet und dutzende weitere verletzt worden. Der Vorfall habe sich in Nasirijah im Süden des Landes ereignet, sagten Ärzte der Nachrichtenagentur AFP am Freitag. Auf die Demonstranten war demnach geschossen worden. Drei von ihnen seien sofort gestorben, ein weiterer sei später seinen Verletzungen erlegen.

Nach Angaben eines Arztes wurden bei den Protesten 47 Menschen verletzt. "Die Krankenhäuser sind aber voll mit Corona-Patienten. Wir haben Probleme, Plätze für sie zu finden", fügte er hinzu.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International erklärte, sie habe die Echtheit von Videos nachgewiesen, auf denen zu sehen war, wie Polizisten auf Demonstranten schossen. Auf den Videos seien zudem tote Demonstranten zu sehen, die auf der Straße lägen. Verletzte seien auf Parkplätzen behandelt worden. Viele Demonstranten wollten zudem nicht ins Krankenhaus, weil sie eine Festnahme befürchteten.

"Dies muss jetzt enden", schrieb die Menschenrechtsorganisation bei Twitter. Der irakischen Regierung warf sie vor, nicht genug zu unternehmen, um das Problem der Straffreiheit in den Rängen der Sicherheitskräfte anzugehen. "Wann wird das Blutvergießen enden?", hieß es weiter.

In Nasirijah gibt es seit rund einer Woche Proteste, unter deren Druck am Freitag der Gouverneur Nasem al-Waeli zurückgetreten war. Ministerpräsident Mustafa al-Kadhemi akzeptierte den Rücktritt und ernannte den Chef des nationalen Sicherheitsdienstes, Abdulghani al-Assadi, zum Interimsgouverneur. Kadhemi ordnete zudem die Schaffung eines Komitees an, das die Ereignisse am Freitag aufklären soll.

Seit Ende 2019 wurden im Zusammenhang mit regierungskritischen Protesten im Irak fast 600 Menschen getötet. Der bislang tödlichste Vorfall ereignete sich ebenfalls in Nasirijah, wo im November 2019 mehr als 30 Demonstranten auf der Zeitun-Brücke getötet wurden. Der Vorfall löste massive Empörung aus und führte zum Rücktritt des damaligen Ministerpräsidenten Adel Addel Mahdi. Kadhemi hat die Sicherheitskräfte wiederholt angewiesen, nicht auf Demonstranten zu schießen.

isd