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Vier weitere ASP-Fälle in Brandenburg - Funde im Kreis Oder-Spree

·Lesedauer: 1 Min.

POTSDAM (dpa-AFX) - Die Zahl der bestätigten Fälle von mit Afrikanischer Schweinpest (ASP) verseuchten Wildschweinen ist auf 172 gestiegen. Nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums hat das Nationale Referenzlabor - das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) - bei vier weiteren Wildschweinen die Seuche nachgewiesen. Die verendeten Tiere stammten aus den Kerngebieten des Landkreises Oder-Spree.

Damit wurden bislang im Landkreis Spree-Neiße 14 ASP-Fälle, im Landkreis Oder-Spree 141 und im Kreis Märkisch-Oderland 17 Fälle der Tierseuche bestätigt. Der erste ASP-Ausbruch bei Wildschweinen in Deutschland wurde am 10. September 2020 amtlich festgestellt. Nach letzten Erkenntnissen sind bereits in der ersten Juli-Hälfte infizierte Tiere verendet. Um die Fundorte der Kadaver wurden sogenannte Restriktionszonen eingerichtet, in denen verschiedene Maßnahmen umgesetzt werden.

Im Kampf gegen die Ausbreitung der Seuche hat das Land nach Angaben des Ministeriums mittlerweile sieben eigene Kadaver-Suchhunde ausgebildet. Sie waren als Jagdhunde eingesetzt und haben erfolgreich eine Zusatzausbildung absolviert. Zunächst hatten speziell ausgebildete Hunde aus anderen Bundesländern bei der Suche geholfen. Die Tiere sind demnach darauf trainiert, mit ihren feinen Nasen verendete Wildschweine auch auf große Distanzen aufzuspüren.

Hausschweinbestände in Deutschland sind den Angaben zufolge nach wie vor frei von der Seuche. Die Krankheit ist für Menschen ungefährlich, für Wild- und Hausschweine fast immer tödlich. Es gibt keine Möglichkeit, die Schweine vorbeugend zu impfen.