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Viele kommen von Daimler: Das sind Elon Musks Top-Manager in Deutschland für die Fabrik in Grünheide

Philip Kaleta
·Lesedauer: 3 Min.
Die Baustelle der Tesla Gigafactory.
Die Baustelle der Tesla Gigafactory.

Manchmal meint es der Zufall gut mit einem - in diesem Fall mit Tesla. Der US-Autobauer sucht für seine Fabrik in Grünheide tausende Mitarbeiter, für fast alle Positionen. Zur gleichen Zeit baut Daimler weltweit 10.000 Stellen ab und zahlt deutschen Top-Ingenieuren saftige Abfindungen von bis zu 275.000 Euro. Ein goldener Handschlag, den viele Daimler-Mitarbeiter dankend annehmen und sich anschließend bei Tesla bewerben. Business Insider hat mit zahlreichen Bewerbern gesprochen, für sie ist es die Chance eines Neuanfangs.

Daimler kommt vielen von ihnen vor wie eine große Behörde, ein riesiger Tanker, in dem sich grundlegender Wandel nur schwer vorantreiben lässt. Tesla ist für sie das Gegenteil: agiler, schneller, improvisierter – fast wie ein Startup.

Viele Ex-Daimler-Manager in Top-Positionen in Grünheide

Mittlerweile verdichtet sich das Bild, dass viele Führungspositionen in Grünheide mit ehemaligen Daimler-Managern besetzt werden. Einige prominente Beispiele: Tristan Trémoliers war bis November vergangenen Jahres Daimler-Projektleiter Produktion in Peking – und ist im gleichen Monat gewechselt zu Tesla als „Associate Manager“ in der General Assembly.

Milan Peric ist ein weiterer wichtiger Zugang von Daimler. Er hat 31 Jahre bei den Stuttgartern gearbeitet, zuletzt als „Senior Manager Production“ in Berlin. Nun ist er seit November ebenfalls „Associate Manager“ bei Tesla.

Marcel Jost war bei Daimler zuletzt „Head of Safety and Enviromental Managment“ in Stuttgart, seit März ist er der Senior Quality Manager in der General Assembly in der Gigfactory von Tesla. Auch Jost war einige Jahre für Daimler in China tätig.

Der prominenteste Zugang ist wohl René Reif, der ehemalige Leiter des Daimler-Motorenwerks in Berlin-Marienfelde. Die Belegschaft im Werk soll drastisch zusammengekürzt werden. Reif zeigte sich einige Wochen vor seinem Abgang vor der Belegschaft kämpferisch, er werde sich gegen den Stellenabbau stemmen. Kurze Zeit später war er weg. Die IG-Metall und seine ehemaligen Mitarbeiter waren „stinksauer“, wie sie Business Insider berichtet haben. Reif soll sich mit einer SMS von der Belegschaft verabschiedet haben.

Eine Etage höher: Mit Harald Schlarb ist wohl einer der höherrangigen Manager von Daimler zu Tesla gewechselt. Schlarb war bei Daimler zuletzt „Manager of Industrial Construction Projects“, mittlerweile ist er der „Planning Lead“ in Grünheide. Schlarb hat ähnlich wie Trémoliers viele Jahre für Daimler in China gearbeitet.

Tesla mauert, wenn es um Interna geht

Tesla versucht allerdings penibel zu vermeiden, dass Interna aus der Fabrik in die Öffentlichkeit geraten. Eine Recruiterin von Tesla hat auf dem Karriere-Netzwerk LinkedIn einen Post geteilt, in dem sie um Schichtleiter für Prozesstechnik in Grünheide warb. Sie erwähnte, wer bereits zu dem Team gehört. Das „Teslamag“ berichtete. Nur wenige Stunden später ist der Post wieder verschwunden.

Der US-Autobauer steht schon länger in dem Ruf, neben dem Chef Elon Musk keine anderen prominenten Gesichter in der Öffentlichkeit zu dulden. Und über Vorgänge innerhalb der Fabrik schweigt sich der Autobauer grundsätzlich aus. Es sei denn, der Eindruck entsteht, dass eine gewisse Fraktion, wie in diesem Fall die Daimler-Manager, an zu viele Machtpositionen kommen. Dann zerstreut das Unternehmen diesen Eindruck. Das „Teslamag“ hat am Donnerstag aus Tesla-Kreisen erfahren, dass die Zahl der Neuzugänge von Telsa nicht allzu hoch seien. „Man wolle aus Tesla ja kein Daimler machen.“