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Verwendung von gebrauchten Betonfertigteilen in neuen Gebäuden – Universität Tampere, Finnland, koordiniert großes internationales Projekt

·Lesedauer: 4 Min.

Beton ist als Baumaterial weit verbreitet, aber er hat erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt. Was passiert aber mit dem ganzen Beton, wenn ein Gebäude abgerissen wird? Die Universität Tampere, Finnland, koordiniert das neue internationale Projekt ReCreate, durch das erforscht werden soll, wie gebrauchte Betonelemente ohne Beschädigung zurückgebaut und in neuen Gebäuden wiederverwendet werden können – und wie sich der Prozess in ein rentables Geschäft verwandeln lässt. Das vierjährige Projekt wurde im Rahmen des EU-Programms „Horizont 2020" mit 12,5 Millionen Euro gefördert.

Diese Pressemitteilung enthält multimediale Inhalte. Die vollständige Mitteilung hier ansehen: https://www.businesswire.com/news/home/20210524005871/de/

When a building is demolished, what happens to all the concrete? Tampere University, Finland, is coordinating the new international ReCreate project, which aims to discover how used concrete elements can be deconstructed without damaging them and reused in new buildings – and to turn the process into a profitable business. Photo by Tampere University.

Beton ist seit mindestens einem halben Jahrhundert das weltweit am häufigsten verwendete Baumaterial. Er macht den Großteil der Baumaterialien sowie der Abbruchabfälle aus. In Europa werden Betongebäude üblicherweise mit Betonfertigteilen gebaut. Könnten die alten Elemente wiederverwendet werden, anstatt neue zu produzieren, würde dies große Vorteile für die Umwelt bringen.

„Durch die Wiederverwendung von Betonelementen können wir eine enorme Menge an Energie und Rohstoffen einsparen", so Satu Huuhka, Außerordentliche Professorin an der Fakultät für Bauwesen der Universität Tampere, die das ReCreate-Projekt leitet.

Das kürzlich gestartete internationale ReCreate-Projekt (2021-2025), das von der Universität Tampere koordiniert wird, sucht nach neuen Verwendungsmöglichkeiten für Betonelemente von Abbruchhäusern beim Bau neuer Gebäude. Das auf vier Jahre angelegte Projekt wurde im Rahmen der Ausschreibung Horizon 2020 der Europäischen Union gefördert und sucht nach Lösungen für die Wiederverwendung von Bau- und Abbruchabfällen. Das Projekt hat ein Gesamtbudget von 12,5 Millionen Euro. An dem Projekt sind Universitäten und regionale Unternehmenscluster in vier Ländern beteiligt: Finnland, Schweden, die Niederlande und Deutschland. Als Kommunikationspartner wurde das Croatia Green Building Council berufen. Alle Ländercluster führen eigene Pilotprojekte durch, bei denen sie Betonfertigteile intakt zurückbauen und in einem neuen Gebäude wiederverwenden.

„Wir wollen die Betonelemente gezielt als Ganzes wiederverwenden, nicht als Rohmaterial für etwas Neues", betont Professor Huuhka.

Von Finnlands weltweit herausragendem Know-how profitieren

Die Forscher an der Fakultät für Bauwesen führen seit einem Jahrzehnt bahnbrechende Forschungen zur Kreislaufwirtschaft im Bausektor durch. Darüber hinaus bietet die langjährige Forschung zur Sanierung und zum Lifecycle Engineering von Bauwerken eine solide Grundlage für die Entwicklung von Qualitätssicherungsverfahren, die die Sicherheit und Integrität der wiederverwendeten Elemente gewährleisten. Diesmal wollen die Forscher nicht nur die technische Umsetzung der Lösungen erforschen, sondern auch der wirtschaftlichen Perspektive nachgehen.

„Es gibt viele Fragen, die beantwortet werden müssen. Wie dekonstruieren wir die Elemente von Gebäuden, ohne sie zu beschädigen? Wie beurteilen wir ihre strukturelle Integrität? Wie können wir die geborgenen Elemente rezertifizieren und sie in ein Produkt verwandeln, das den Bauvorschriften entspricht? Mit Blick auf den Umstand, dass die Elemente nicht von einheitlicher Qualität sind: Wie können wir dies in ein rentables Geschäft umwandeln? Zudem sind soziale Aspekte zu berücksichtigen: Erfordert der Prozess neue Fähigkeiten oder neue Arbeitsweisen?", fragt Professor Huuhka.

Die Forscher der Universität Tampere bringen darüber hinaus ihr Fachwissen über Geschäftsmodelle der Kreislaufwirtschaft, Bauvorschriften und -recht sowie Arbeitssoziologie in das Projekt ein. Der finnische Ländercluster umfasst die Universität Tampere, das Bauunternehmen Skanska, das Abbruchunternehmen Umacon, das Betonfertigteilunternehmen Consolis Parma, das Ingenieur- und Beratungsunternehmen Ramboll, das Architekturbüro Liike Oy Arkkitehtistudio und die Stadt Tampere.

Tampere Universität

Die interdisziplinäre Universität Tampere ist die zweitgrößte Universität in Finnland. Die Schwerpunkte unserer Forschung und der Lehre sind Technologie, Gesundheit und Gesellschaft. Die Universität hat sich verpflichtet, die größten Herausforderungen, mit denen unsere Gesellschaft konfrontiert ist, anzugehen und neue Möglichkeiten zu schaffen. Fast alle international anerkannten Studienrichtungen sind an der Universität vertreten. Zusammen bilden die Universität Tampere und die Tampere Universität der angewandten Wissenschaften die Tampere Universities Community, die sich aus mehr als 30.000 Studenten und fast 5.000 Mitarbeitern zusammensetzt. www.tuni.fi/en

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

Originalversion auf businesswire.com ansehen: https://www.businesswire.com/news/home/20210524005871/de/

Contacts

Anfragen:
Außerordentliche Professorin Satu Huuhka
Fakultät für Bauwesen, Universität Tampere
Tel.: +358 50 3009 263
satu.huuhka@tuni.fi

Projektmanager Tommi Halonen
Programm „Nachhaltiges Tampere 2030", Stadt Tampere
Tel.: +358 44 481 1007
tommi.halonen@tampere.fi

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