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Was Verstappen zur Pole gefehlt hat: Hinterachsen-Grip in langsamen Kurven

Maria Reyer
·Lesedauer: 2 Min.

Max Verstappen schien nach seiner Bestzeit im dritten Freien Training ein Wörtchen um die Pole-Position in Bahrain mitreden zu können. Am Ende muss er sich wie so oft mit Startplatz drei begnügen. Der Niederländer war vier Zehntelsekunden langsamer als Lewis Hamiltons Pole-Zeit, vorzuwerfen habe er sich aber nichts.

"Nein, das denke ich nicht. Meine Runde war ziemlich gut", resümiert er. Verstappen schaffte im letzten Q3-Versuch eine Zeit in 1:27.678 Minuten. 0,125 Sekunden fehlten ihm damit auf Valtteri Bottas, Teamkollege Alexander Albon lag im zweiten Red Bull bereits sechs Zehntelsekunden zurück.

Noch im Abschlusstraining setzte Verstappen mit seiner Bestzeit ein Ausrufezeichen. Im Zeittraining konnte er jedoch nicht alles ausschöpfen: "Mir hat ein wenig Grip im Heck in den langsamen Kurven gefehlt", erklärt der 23-Jährige. "Insgesamt war es aber ein ordentliches Qualifying."

Seine finale Runde habe sich gut angefühlt. Der Abstand zu Mercedes überrascht ihn dennoch nicht. "Natürlich pushen wir sehr stark, um näher ranzukommen, aber wir wissen, dass unser Auto ein paar Schwächen hat, die wir in diesem Jahr nicht mehr beheben können."

Das Team lerne das Auto immer noch kennen, erklärt er. "Wir wissen, dass wir für kommendes Jahr ein paar Änderungen vornehmen müssen und wir werden versuchen, alles zusammenzubringen, damit wir hoffentlich näher dran sind."

<span class="copyright">Charles Coates / Motorsport Images</span>
Charles Coates / Motorsport Images

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Verstappen weiß, dass er geduldig bleiben muss: "Natürlich will man immer mehr. Aber es ist wichtig, dass man realistisch bleibt und an den Feinheiten arbeitet. Und es gibt noch Arbeit zu tun. Generell ist dieses Wochenende recht positiv. Uns fehlt nur ein wenig zu viel [Pace] im Qualifying."

Im Renntrimm hat Mercedes den Niederländer auf der Rechnung, Teamchef Toto Wolff hat bereits angemerkt, dass Verstappen schneller gewesen ist als seine Piloten im Longrun. Was erwartet der Red-Bull-Pilot von Startplatz drei? "Das ist immer schwierig zu sagen."

Ihm ist allerdings nicht entgangen, dass die Silberpfeile hin zum Qualifying schneller geworden sind. "Sie werden schwierig zu schlagen sein, aber uns stehen verschiedene Reifenmischungen zur Verfügung." Verstappen wird wie auch die restlichen Top 10 auf dem Medium ins Rennen gehen.

"Mal sehen, ob das zu unserem Vorteil funktionieren wird oder nicht. Ich hoffe nur, dass es ein aufregendes Rennen wird, das ist das Wichtigste." Er weiß, dass die Strecke in Sachir die Gummis besonders aggressiv abnutzt, der raue Asphalt könnte über die Strategie entscheiden.

"Ich hoffe, dass wir den richtigen Kompromiss gemacht haben." Blickt man auf seine bisherigen Leistungen in Bahrain, so stehen bislang nur zwei Top-6-Ergebnisse für Verstappen zu Buche, bereits dreimal kam er nicht ins Ziel. Was wird am Sonntag möglich sein, gar der zweite Saisonsieg?

"Das ist im Moment sehr schwierig zu sagen. Zunächst müssen wir gut schlafen, dann werden wir das morgen herausfinden."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.