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Warum Verstappens Pole einem Beben gleichkommt

·Lesedauer: 4 Min.
Warum Verstappens Pole einem Beben gleichkommt
Warum Verstappens Pole einem Beben gleichkommt

Max Verstappen kann in dieser Saison tatsächlich Formel-1-Weltmeister werden.

Was banal klingt, schließlich liegt der Red-Bull-Pilot nach sechs Saisonrennen in der Gesamtwertung vier Punkte vor Lewis Hamilton, ist mit der Pole beim Frankreich-Qualifying dennoch wahrscheinlicher geworden (Das Rennen, Sonntag, ab 15 Uhr im LIVETICKER).

Denn die Führung des 23-Jährigen war auch ein wenig der Tatsache geschuldet, dass mit Monaco und Baku zuletzt zwei Stadtkurse auf dem Programm standen, auf denen die Probleme bei Mercedes erwartet worden waren.

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In Le Castellet sollte dagegen Mercedes wieder den Ton angeben, schließlich war der Kurs in Frankreich bisher als klare Domäne der Silberpfeile bekannt. Seit dem F1-Comeback der Strecke 2018 raste stets Hamilton auf die Pole und gewann danach auch das Rennen, 2019 gab es sogar einen Doppelsieg.

Verstappen mit geringen Erwartungen nach Frankreich

Verstappen war dagegen im Qualifying auf dem Circuit Paul Ricard nie über Platz 4 hinausgekommen - weshalb seine Erwartungen nicht allzu groß ausfielen. (Fahrerwertung der Formel 1)

"Sie hatten dort zuletzt immer ein gutes Auto. Ich denke nicht, dass sich das ganz plötzlich ändern wird. Ich hoffe nur, es wird enger als früher", sagte der Niederländer vor dem Wochenende - das auch deshalb als potenzieller Wendepunkt für Mercedes galt, weil nun die schärferen FIA-Kontrollen der für Red Bull bisher so vorteilhaften "Flexi Wings" greifen.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff freute sich dagegen auf eine Lieblingsstrecke des Teams zurückzukehren: "Der Große Preis von Frankreich bedeutet eine Rückkehr auf eine traditionellere Strecke, was uns hoffentlich wieder mehr Glück bringt. Auf diesem Kurs waren wir in der Vergangenheit gut unterwegs."

Hamilton kommt mit dem Mercedes nicht zurecht

Doch in den Trainings am Freitag wurde schnell klar, dass eine Rückkehr auf eine traditionellere Rennstrecke nicht automatisch zur Folge hat, dass Mercedes die vergangenen Probleme hinter sich lässt. Vor allem Hamilton kam lange Zeit überhaupt nicht mit dem Auto zurecht.

"Es war ein sehr hartes Wochenende, vor allem mental. Es war sehr schwierig, das Auto richtig hinzukriegen. Man glaubt kaum, wie viele Änderungen wir seit dem 1. Training vorgenommen haben. Irgendwann waren wir wieder da, wo wir angefangen hatten", sagte Hamilton zu den Problemen. (Die Stimmen zum Qualifying)

Wollf sprach bei Sky sogar davon, dass das Team mit "einem blauen Auge davongekommen" sei: "Wir waren einfach nicht schnell genug heute. Wir müssen das analysieren. Es ist eine Strecke, die uns an sich liegen sollte. Wir haben es auf dem ersten Schuss nie geschafft. Wir müssen weiter schauen, woran es hakt."

Später sagte der Österreicher zudem: "Wir müssen überall aufholen. Es gibt nichts, was wir uns nicht anschauen, um besser zu werden." (Rennkalender der Formel 1 2021)

Red Bull freut sich über Vorteil auf den Geraden

Während Mercedes weiterhin mit der Fehlersuche beschäftigt ist, freute sich Verstappen über die vor einigen Wochen noch kaum für möglich gehaltene Pole in Frankreich: "Es ist bisher ein sehr positives Wochenende auf einer Strecke, die für uns nicht die einfachste ist."

Auch sein Teamchef Christian Horner zeigte sich sehr zufrieden mit den Startplätzen eins und vier (Sergio Pérez): "Es ist toll so zu starten, wo Mercedes hier bisher so dominant war. Wir sehen etwas schneller im 2. Sektor auf den Geraden aus. Hoffentlich können wir dort einen Abstand herausfahren."

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Horner erklärt den Vorteil auf den Geraden so: "Wir haben ein wenig Abtrieb vom Auto genommen. Man konnte es anhand der Größe des Heckflügels im Vergleich zu Mercedes sehen. Wir haben weniger Energie in Sektor 2 gebraucht und waren schneller auf den Geraden aufgrund des geringeren Luftwiderstands."

Für Mercedes war ein ähnliches Vorgehen laut Wolff übrigens keine Option: "Unsere Simulationen sagen uns, dass es die langsamere Variante gewesen ist." Denn im Gegensatz zu Red Bull hätten die Silberpfeile dann vermutlich zu viel Zeit in den Kurven verloren.

Red Bull kann auch auf Mercedes-Strecken mithalten

Der kleinere Heckflügel könnte Red Bull auch im Rennen von Nutzen sein, glaubt Pérez. "Ich halte das für einen Vorteil im Rennen. Wir haben einen guten Topspeed und wir sind schnell in den Kurven", erklärte der Mexikaner.

Zwar weist Verstappen nach den Erfahrungen in Baku zurecht daraufhin, dass die 25 Punkte erst am Sonntag vergeben werden. Dass Red Bull aber selbst auf vermeintlichen Mercedes-Strecken mindestens ebenbürtig unterwegs ist, zeigt, dass Verstappen in dieser Saison erstmals eine echte Titelchance hat.

Damit war nicht zwingend zu rechnen. Schließlich gewann Hamilton trotz schwacher Mercedes-Testfahrten drei der ersten vier Saisonrennen. Danach dachten viele Fans, dass der Abstand zwischen Mercedes und Red Bull im Laufe der Saison eher größer und der Brite am Ende sowieso seinen achten WM-Titel holen wird.

Doch Verstappen und Red Bull beweisen aktuell, dass sich Michael Schumacher womöglich doch noch länger den Titelrekord mit Hamilton teilen kann.

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