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Versicherer fürchten hohe Flutschäden - gegen Pflichtversicherung

BERLIN (dpa-AFX) -Die deutschen Versicherer erwarten wegen des Hochwassers in Süddeutschland überdurchschnittlich hohe Schäden. Für eine genauere Einschätzung ist es nach Angaben des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) aber noch zu früh. "Die Bilder aus Bayern und Baden-Württemberg lassen Schlimmes erahnen. Unsere Unternehmen erreichen schon jetzt viele Schadenmeldungen", sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen am Dienstag in Berlin. "Eine Prognose können wir erst geben, wenn die Pegel überall gesunken sind." Die von den Bundesländern geforderte Pflichtversicherung gegen Elementarschäden lehnen die Versicherer weiter ab, vor allem wegen der befürchteten hohen Kosten.

"Eine Versicherung allein ist keine Lösung. Dabei bleiben staatlicher und individueller Hochwasserschutz auf der Strecke", sagte Asmussen. Die Versicherer fordern stattdessen bessere Prävention: "Wir brauchen Bauverbote in Überflutungsgebieten, eine Pflicht zu wasserresilienten Baustoffen und bessere Hochwasserschutzanlagen. Nur so können wir die Spirale aus steigenden Schäden und steigenden Prämien durchbrechen", argumentierte Asmussen.

Der Versicherungsverband betonte, die Branche wolle den Betroffenen schnell helfen. "Die Versicherer haben für solche Fälle spezielle Einsatzpläne. Sie bündeln ihr Personal vor Ort und in der Verwaltung, um die Schadenmeldungen schnell aufnehmen und abarbeiten zu können."

Die bislang verheerendste Naturkatastrophe in Deutschland war die Juli-Flut im Jahr 2021, die das Ahrtal sowie weitere Teile von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen verwüstet hatte. Die versicherten Schäden beliefen sich laut GDV auf knapp 9 Milliarden Euro, die volkswirtschaftlichen Gesamtschäden waren weit höher.