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Vermögensberater: Zuflüsse trotz Eurokrise

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Die Vermögensberater und –verwalter in Deutschland und Österreich genießen trotz der Finanzkrise das Vertrauen ihrer Kunden. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der apano GmbH hervor. Für die Trendstudie „Wie stellen sich Vermögensberater und –verwalter in Zeiten auf, in denen der Markt von spontanen Ereignissen geprägt ist?“ befragte der Dortmunder Finanzdienstleister im September 2012 über 1.600 Anlageberater, Sparkassen/Banken, Genossenschaftsbanken und Portfolioverwalter aus Deutschland und Österreich. Die Teilnehmerquote lag bei 6,4 Prozent. Vor dem Hintergrund des anhaltend schwierigen Marktumfelds soll sie dabei zum einen Aufschluss über die derzeitige Anlagepraxis und zum anderen einen Einblick in die aktuellen Kundenwünsche geben. Den Umfrageergebnissen zufolge hat bei der Mehrheit (42,31 Prozent) der Vermögensberater und –verwalter die Anzahl der Kunden im Zuge der Finanzkrise zugenommen. Bei 29,81 Prozent blieb sie gleich und 27,88 Prozent verzeichneten einen Rückgang. Das wirkt sich auch auf das betreute Volumen aus. Knapp (Berlin: ABX.BE - Nachrichten) 40 Prozent der Befragten gaben an, das von ihnen verwaltete Volumen habe im Vergleich zu der Zeit vor der Finanzkrise zugenommen. 28,85 Prozent konnten keine Veränderung erkennen und 31,73 Prozent mussten Mittelabflüsse hinnehmen.Hat die Anzahl der Kunden im Zuge der Finanzkrise abgenommen? 47,12 Prozent der Berater, die Mittelabflüsse verzeichneten, sahen den Grund dafür in einem anderweitigen Finanzbedarf ihrer Kunden wie Hauskauf, Schuldentilgung, etc. Sowohl Mittalabflüsse als auch Mittelzuflüsse sind bei 26,92 Prozent außerdem durch die Angst vor dem Zerfall der Währungsunion bedingt und bei 15,38 Prozent durch die Angst vor Inflation. „Die Gründe für Mittelzu- sowie Mittelabflüsse spiegeln die derzeitige Verunsicherung unter den Privatanlegern wider, angesichts einer nicht geklärten Schuldenproblematik in Europa“, bewertet Markus Sievers, geschäftsführender Gesellschafter von apano, die Ergebnisse.Der überwiegende Teil der Kunden (46,15 Prozent) wende sich aufgrund eines aktuellen Bedarfs, wie Finanzierung oder Anlagen, an Vermögensberater. Knapp 40 Prozent der Anleger ließen sich ergebnisoffen beraten, so die Studie. Nur 14,42 Prozent der Befragten gaben an, dass Kunden nach konkreten Produktlösungen fragen. „Dies zeigt, dass bei der Mehrheit der Berater die individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden bei ihren Anlageentscheidungen im Vordergrund stehen“, urteilt Sievers. Auf Produktebene setzen Kunden dabei verstärkt auf sicherheitsorientierte Anlagen. Dies gaben 94,23 Prozent der Befragten an. 58,65 Prozent beraten ihre Kunden über Parkmöglichkeiten für Liquidität wie Geldmarktanlagen oder Tagesgeld. Immobilien und damit verbundene Dienstleistungen sind für Kunden von 44,23 Prozent der Befragten relevant. Die sinkende Beliebtheit von renditeorientierten Anlagen (28,85 Prozent) geht mit einer Zunahme an Risikostreuung im Portfolio einher. So gaben 72,12 Prozent der Vermögensverwalter und –berater an, ihren Kunden sei die Entwicklung der Einzelbausteine nicht sehr wichtig. Entscheidender sei, dass diese Bausteine das Gesamtdepot im Kalenderjahr zu einer positiven Wertentwicklung führen. Um das zu erreichen, setzen 86,54 Prozent auf aktienorientierte Strategien für die Allokation des Kundenportfolios. 77,78 Prozent setzen zudem auf alternative Investments, 68,27 Prozent auf Anleihen und 66,35 Prozent auf Rohstoffe. Immobilien, Cash und Gold halten etwas mehr als die Hälfte für sinnvoll.Welche Produkte fragen Kunden derzeit verstärkt nach?Die Zukunft der Kontaktkanäle bzw. der Erreichbarkeit sieht die Mehrheit (57,69 Prozent) der Befragten in den eigenen Räumlichkeiten. Für 45,19 Prozent sind Hausbesuche und für 40,38 Prozent das Telefon sehr wichtig. Als gar nicht wichtig empfinden die Berater hingegen Abschlüsse im Internet (25,96 Prozent), Webkonferenzen und Webinare (18,27 Prozent) sowie Briefe (16,35 Prozent). Bei der Neukundengewinnung setzt die Mehrheit von 55,77 Prozent auf Empfehlungen. Internetdienste wie Social Media, Blogs oder Webinare halten gut 20 Prozent der Befragten für sinnvoll. Fast drei Viertel (71,15 Prozent) der Vermögensberater und –verwalter sind zudem davon überzeugt, dass die Finanzkrise sie auch in fünf Jahren noch beschäftigen wird. Nur 16,35 Prozent glauben das nicht.Wo sehen die Befragten die Zukunft der Kontaktkanäle bzw. der Erreichbarkeit?
Grafiken: apano GmbH(PD)

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