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Verkehrsminister Wissing sagt, Senioren am Steuer hätten keine höhere Unfallgefahr – so widerspricht ein Experte

Siegfried Brockmann, Leiter Unfallforschung der Versicherer - Copyright: picture alliance / SZ Photo | Jürgen Heinrich
Siegfried Brockmann, Leiter Unfallforschung der Versicherer - Copyright: picture alliance / SZ Photo | Jürgen Heinrich

Ein Unfallforscher kritisiert Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) für dessen Einschätzung der Unfallgefahr durch Senioren am Steuer. Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer, stellte am Montag klar, dass ältere Menschen zwar absolut gesehen nicht häufiger in Unfälle verwickelt seien, dies jedoch auf ihre geringere Fahrleistung zurückzuführen sei. Er wies darauf hin, dass bei Unfällen mit Beteiligung von über 75-Jährigen genauso viele Menschen sterben wie bei Unfällen der Hochrisikogruppe der 18- bis 21-Jährigen.

Wissing hatte vor etwa vier Wochen geäußert, dass es bei älteren Autofahrern keine signifikanten Unfallzahlen gebe, was keinen Anlass für generelle Verdächtigungen liefere. Am Montag in Brüssel lehnte er verpflichtende Selbstauskünfte zur Gesundheit bei der Führerscheinverlängerung ab.

Brockmanns Vorschlag

Brockmann schlägt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit vor, dass ältere Menschen verpflichtend Fahrten mit Profis unternehmen sollten, um eine Rückmeldung zum Fahrverhalten zu erhalten, ohne jedoch die Befugnis zu haben, den Führerschein zu entziehen.

Laut Statistischem Bundesamt in Wiesbaden sind ältere Autofahrer häufiger hauptsächlich schuld, wenn sie in Unfälle mit Personenschaden verwickelt sind. Im vergangenen Jahr waren Personen ab 65 Jahren in mehr als zwei Dritteln dieser Fälle (69 Prozent) die Hauptverursacher.

tlf / Mit Material der dpa