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Sie verkaufen gebrauchte E-Bikes und sammeln 24 Millionen Euro ein

Sie haben Rebike aufgebaut (v.l.): Sven Erger und Thomas Bernik.
Sie haben Rebike aufgebaut (v.l.): Sven Erger und Thomas Bernik.

Dass neben Gebrauchtwagen auch der Markt für aufgearbeitete E-Bikes boomt, zeigt die Millionenfinanzierung dieses Startups: Die Münchener Firma Rebike hat in einer aktuellen Runde 24 Millionen Euro bei Investoren eingesammelt.

Angeführt wird die Finanzierung vom europäischen Private-Equity-Unternehmen Circularity Capital, das nachhaltige Wachstumsunternehmen unterstützt. Daneben beteiligten sich die Wagniskapitaltochter des gleichnamigen Handelskonzerns Tengelmann Ventures, die bereits früh in Startups wie Delivery Hero, Zalando und Scalable Capital investiert hat, sowie die Parkshore Holding. Außerdem gaben die Bestandsinvestoren Vorwerk Ventures und der VC-Fonds BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft erneut Geld.

Das Mobility-Startup Rebike betreibt die zwei Online-Plattformen Rebike.com und Ebike-abo.de, über die Kunden neue und gebrauchte E-Bikes kaufen oder zwischen drei und 24 Monaten im Abonnement mieten können. Dabei übernimmt das Startup anfallende Reparaturen sowie die Versicherung. Zudem bieten die Münchener mittleren Unternehmen, Fahrradverleihen und Hotels neuwertige E-Bikes zum Leasing an.

Thomas Bernik und Sven Erger haben Rebike 2018 gegründet. Seitdem haben sie nach eigenen Angaben über 30.000 Räder an Kunden vermittelt. 2021 soll sich ihr Umsatz nach eigenen Angaben auf rund zehn Millionen Euro belaufen haben. Mit dem frischen Kapital wollen die Gründer nun ihre Webshops technisch optimieren und ihr Logistik-Zentrum im Allgäu ausbauen. Zudem planen Bernik und Erger, mit dem Unternehmen in diesem Jahr nach Frankreich, in die Niederlande und in die Schweiz zu expandieren.

Mehr Fahrräder als vor Corona verkauft

Seit der Corona-Pandemie ist der Fahrradmarkt hierzulande stark gewachsen. Nach dem Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) sind zwar im vergangenen Jahr die Zahlen verkaufter Fahrräder von über drei Millionen im Rekordjahr 2020 auf 2,7 Millionen gesunken. Dennoch liege der Absatz deutlich über dem Vor-Corona-Niveau. Der Anteil von Pedelecs nimmt dabei stetig zu: Rund zwei Millionen E-Bikes wurden 2021 verkauft – trotz Lieferschwierigkeiten. Außerdem werden mehr Fahrräder hierzulande produziert. Insgesamt liegt der Fahrradbestand in Deutschland aktuell bei 81 Millionen. Der ZIV geht davon aus, dass durch die steigenden Mobilitätskosten bei Pkws in diesem Jahr noch mehr Menschen aufs Fahrrad umsteigen werden.