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Verkauf von milliardenschwerer HSH-Nordbank-Altlast endgültig perfekt

HAMBURG/KIEL (dpa-AFX) - Das Milliardendesaster um die untergegangene HSH Nordbank ist für Hamburg und Schleswig-Holstein bald endgültig passé. Beide Bundesländer verbuchten den Eingang des Kaufpreises für ein großes Paket mit Schiffsfinanzierungen mit einem Volumen von deutlich mehr als einer Milliarde Euro. Damit sei der im Februar mit der Bank of America <US0605051046> und dem Finanzinvestor Davidson Kempner geschlossene Kaufvertrag vollzogen worden, teilten das Finanzministerium in Kiel und die Finanzbehörde in Hamburg am Donnerstag mit.

Es handelt sich dabei um das letzte große Schiffskreditportfolio mit 56 Schiffen, das noch in den Büchern der Bad Bank für faule Schiffskredite, der HSH Portfoliomanagement, stand. Noch in diesem Jahr sollen auch die restlichen in der Anstalt verbliebenen Kredite, die noch mit 18 Schiffen besichert sind, verwertet werden, so dass die Bad Bank im dritten Quartal 2023 abgewickelt werden kann.

Das Desaster um die ehemalige HSH Nordbank kostet die früheren Eigentümerländer Schleswig-Holstein und Hamburg viel Geld. Beide Länder hatten ihre ehemalige gemeinsame Landesbank wiederholt mit Milliardenaufwand vor der Pleite gerettet und sie dann 2018 auf EU-Anweisung verlustreich an eine amerikanische Investorengruppe verkauft.

Weil das große Schiffsportfolio angesichts der derzeit guten Konditionen für Schiffsverkäufe gewinnbringend losgeschlagen werden konnte, fällt der finanzielle Schaden immerhin etwas glimpflicher aus

- nach früheren Angaben von Schleswig-Holsteins Finanzministerin

Monika Heinold rund 9,5 Milliarden statt 10 Milliarden Euro. "Was bleibt, ist ein riesiger Berg an Schulden", bilanzierte Heinold am Donnerstag. "Das ist bitter, war aber nicht vermeidbar, da frühere Verantwortliche hochspekulative Geschäfte eingegangen sind." Finanzsenator Andreas Dressel sprach von einer "großartigen Nachricht", weil zumindest ein wenig Schadensbegrenzung erreicht worden sei.

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