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Vergleichstest: Das sind die guten und schlechten Salami-Pizzen

Willy Flemmer
·Freier Autor für Yahoo
·Lesedauer: 4 Min.

Eine Tiefkühl-Pizza ist schnell zubereitet: aus der Verpackung nehmen, in den vorgeheizten Ofen schieben, 12 Minuten warten, fertig. Aber kann man die Pizzen auch guten Gewissens essen? Auf dem Prüfstand: 20 Marken der Sorte Salami-Pizza.

Salamipizzen findet man wohl in jedem deutschen Gefrierschrank. (Bild: Getty Images)
Salamipizzen findet man wohl in jedem deutschen Gefrierschrank. (Bild: Getty Images)

Wer Lust auf eine Pizza hat, geht am besten zum Italiener nebenan oder bereitet sich selbst eine zu. Der Schritt zur kulinarischen Sünde ist dennoch schnell getan, dann landet schon mal eine Tiefkühlpizza im Ofen. Gerne greift man dabei zu einer Sorte mit Salami-Belag. Die Produzenten und Händler locken mit einer großen Auswahl. Groß ist aber auch der Qualitätsunterschied zwischen den einzelnen Marken, wie das Verbrauchermagazin Öko-Test herausgefunden hat.

Insgesamt 20 Salami-Pizzen von Discountern, Super- und Biomärkten sowie von Tiefkühl-Lieferdiensten hat das Magazin unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Nur zwei Marken erhielten die Bestnote: die "Eismann Pizza Salami" des Lieferdienstes Eismann und die "Pizza ‘Ah Steinofen-Pizza", die Aldi Süd und Nord anbieten. Zehn Pizzen haben die Tester mit der Gesamtnote "gut" bewertet, darunter die "Mondo Italiano Steinofen Pizza Edelsalami" von Netto, die "Edelsalami Steinofen-Pizza" von Edeka, und die "K-Classic Pizza aus dem Steinofen Edel-Salami" von Kaufland.

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Mineralöl-Pizzen

Zu den schlechter bewerteten Produkten gehört die "Ja! Steinofenpizza Salami", die Eigenmarke des Supermarkts Rewe erhielt ein "Ungenügend". Wesentlich beigetragen zu dem Ergebnis hat ein problematischer Inhaltsstoff. Die Pizza enthielt eine "stark erhöhte" Menge an gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen, so Öko-Test. Die MOSH können sich in Organen anreichern – mit welchen Folgen für den Menschen ist bislang unklar. Bei fünf weiteren Pizzen war der Mineralöl-Gehalt "erhöht". Das Verbraucher-Magazin geht davon aus, dass die Pizzen mit dem Stoff in der Produktion durch die technischen Fette an den Maschinen verunreinigt wurden.

Frozen pizza with salami and grated cheese
Ist eine Tiefkühl-Salami-Pizza eine kulinarische Sünde oder qualitativ akzeptabel? (Bild: Getty Images)

Negativ auf eine Bewertung hat sich auch ein zu hoher Anteil von Salz ausgewirkt. Zu viel Salz ist ungesund und erhöht laut Experten das Risiko, an Bluthochdruck zu erkranken. Im Test gab es nur drei Pizzasorten, deren Anteil unter der kritischen Marke lag. Nicht weniger problematisch als dieser ist ein anderer Inhaltsstoff: Calciumphosphat. Auch davon sollte man nicht zu viel zu sich nehmen, das schadet der Niere. Den Stoff fanden die Tester in der "Ofenfrischen Salami" von Dr. Oetker. Dafür gab es Punktabzüge, insgesamt erhielt die Pizza die Note "befriedigend".

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Wie gesund oder ungesund sind die Pizzen?

Inhaltsstoffe wie die genannten sind ungesund für den Menschen. Das gilt auch, wenn Lebensmittel zu viel Zucker und gesättigte Fettsäuren enthalten sowie insgesamt einen zu hohen Energiegehalt aufweisen. Positiv auf die Gesundheit wirken sich dagegen Bestandteile aus wie Ballaststoffe, Proteine und Gemüse. Wie gesund oder ungesund ein Lebensmittel ist, gibt der so genannt Nutri-Score an, der sich in Deutschland nur vereinzelt auf Verpackungen findet.

Das System zur Nährwertkennzeichnung diente auch Öko-Test als Bewertungsgrundlage. Mit dem Resultat: Keine Pizza erreichte die höchste der von A bis E reichenden fünf Stufen. Immerhin: Eine Pizza, die "Trattoria Alfredo Deliziosa Salame " des Discounters Lidl, erzielte den zweitbesten Wert, das hellgrüne B. 13 Marken erreichten die gelbe Stufe C, sechs Pizzen landeten im orangenen Bereich D. Das heißt: Keine Marke kam auf die letzte Stufe, das dunkelrote E. Insgesamt merkt das Verbraucher-Magazin dennoch kritisch an: Salami-Pizzen enthielten "neben viel Salz auch hohe Gehalte an gesättigten Fettsäuren und Energie". Der Anteil von Gemüse sei "generell sehr gering".

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Fazit

Mit dem Vergleichstest gelangt Öko-Test zu der Schlussfolgerung, dass Fertigpizzen der Sorte Salami "aus ernährungspsychologischer Sicht nicht der Renner und kein Essen für jeden Tag" seien. Hat man sich dennoch für eine solche Pizza entschieden, sollte man sie auf zwei Personen verteilen – und dazu Gemüse oder Salat essen, das erhöhe die Nährwertbilanz. Alternativ empfiehlt das Verbrauchermagazin Bio-Pizzen. Diese seien zwar oft teurer, für sie würden aber strengere Mindestanforderungen hinsichtlich Tierhaltung und Lebensmittel-Produktion gelten.

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