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Vergiss Strom und Wasserstoff – hier ist der Vervielfacher in der Mobilität

Florian Hainzl, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
LiDAR macht autonomes Fahren mMöglich
LiDAR macht autonomes Fahren mMöglich

In der öffentlichen Diskussion geht es oft darum, welche Antriebsform die richtige für die kommenden Jahre ist. Es wird erbittert darüber gestritten, ob Autos in Zukunft mit sauberem Strom oder grünen Wasserstoff betrieben werden. Die wahre Revolution findet in der Zwischenzeit im Bereich des autonomen Fahrens statt.

Die Herstellung von Fahrzeugen verbraucht unabhängig von der Antriebsform viele Ressourcen. Trotzdem sind zahlreiche Menschen auf ein Fahrzeug angewiesen. In 2019 legten deutsche Autofahrer laut einer Studie von Check24 täglich durchschnittlich nur 32 Kilometer mit ihrem Pkw zurück. Die Kosten für den Luxus der persönlichen Mobilität haben sich durch die hohe Unproduktivität in den letzten 90 Jahren nicht mehr wesentlich geändert.

Wie autonomes Fahren erreicht werden soll

Tesla (WKN: A1CX3T) wird von Fans gerne als führendes Unternehmen in diesem Bereich genannt. Der Ansatz des Unternehmens von Elon Musk basiert auf Kameratechnik. Da auf aufwendigere LiDAR-Sensoren und spezielles Kartenmaterial verzichtet wird, ist der Ansatz leichter zu skalieren. Der Chef des bekanntesten Konkurrenten Waymo glaubt nicht daran, dass Tesla mit seiner Idee jemals vollständig autonomes Fahren ermöglichen kann. Viele Experten teilen diese Meinung.

Die Tochter von Alphabet (WKN: A14Y6F) setzt im Gegensatz zu Tesla nämlich auf die aufwendigere Technik. In Arizona sind damit bereits Fahrzeuge autonom unterwegs. Allerdings sind die klimatischen und regulatorischen Rahmenbedingungen in dem US-Bundesstaat optimal. Die Flexibilität ist geringer und die Skalierung der Lösung wird Zeit benötigen. In China setzt Baidu (WKN: A0F5DE) auf die Erkennung von Verkehrszeichen. Im Gegensatz zu den beiden anderen vorgestellten Lösungen sind hier erhebliche Investitionen in die Infrastruktur notwendig. Daher erscheint die Lösung am schwierigsten skalierbar.

Es gibt mit der Messung der autonom zurückgelegten Kilometer und der Anzahl der Eingriffe durch Menschen erste Anzeichen, welche Lösung aktuell am besten im Rennen liegt. Mir persönlich erscheint der Ansatz von Waymo logischer als der von Tesla. Ich glaube auch nicht daran, dass man Assistenzsysteme einfach immer nur stetig verbessern kann und dann plötzlich ein autonomes Fahrzeug erhält. Ich erwarte einen langsameren Wandel der Mobilität als Ark.

Weshalb die Technik länger brauchen wird

Ark ist bekannt für seine Investitionen in disruptive Technologien und genießt an der Wall Street hohes Ansehen. Das Unternehmen hat eine hohe Gewichtung in Tesla und glaubt an eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit von einer erfolgreichen Markteinführung von Tesla. Im optimistischen Szenario glaubt Ark an einen autonomen Anteil von 20 % an allen in Innenstädten zurückgelegten Kilometern.

Auch wenn ich an eine langsamere Durchdringung des Marktes glaube, halte ich das Potenzial für riesig. Die von Ark genannten operativen Gewinne für die Plattformbetreiber von 1,2 Billionen US-Dollar halte ich eines Tages für absolut erreichbar. Durch autonome Fahrzeuge sollen die Kosten je Meile in China um 50 % und in den USA um 90 % im Vergleich zu heutigen Lösungen mit menschlichen Fahrern sinken. Mit Intel (WKN: 855681) und Alphabet setze ich daher weiterhin auf zwei führende Unternehmen in diesem Bereich.

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Florian Hainzl besitzt Aktien von Intel und Alphabet. Suzanne Frey arbeitet als Führungskraft bei Alphabet und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A- & C-Aktien), Baidu und Tesla und empfiehlt Intel.

Motley Fool Deutschland 2021