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Vergiss Bitcoin und Gold! Die Zeit der günstigen Aktien ist gekommen

Stefan Naerger, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
günstige/billige Aktien
günstige/billige Aktien

Mit Bitcoin und Gold ist man in letzter Zeit recht gut gefahren. Satoshi Nakamotos Gedenkmünze verteuerte sich in den vergangenen sechs Monaten um 72 %. Der ewige Klassiker Gold konnte im selben Zeitraum immerhin um rund 10 % zulegen (Stand diese Zahl und alle weiteren Zahlen: 29.10.2020).

Was viele gerne vergessen: Sowohl Gold als auch Bitcoin haben extreme Bärenmärkte hinter sich. Ist der Kurs erst ruiniert, steigt er plötzlich auch mal ganz ungeniert!

An die Aktienmärkte haben wir andere Ansprüche. Eine Flaute von mehreren Jahren am Stück wird allenfalls regional toleriert. Der globale Aktienmarkt ist seit Jahrzehnten fit wie ein Turnschuh!

Doch hin und wieder machen auch Aktien eine Pause. Selbstverständlich nur, um neue Investoren auf dem Weg zum Reichtum einzusammeln.

Bitcoin und Gold mag ich sehr – doch günstige Aktien noch viel mehr

Den ersten Schritt machte die SAP-Aktie (WKN: 716460). Nach einer ernüchternden Ad-hoc-Mitteilung stürzte die Aktie um 20 % ab.

Ist das jetzt der Anfang vom Ende? Schließlich findet man hierzulande nicht allzu viele IT-Einhörner vom Schlag einer SAP.

Wer genau hinschaut, wird erkennen, dass der Absturz zwar überraschend heftig, aber nicht übermäßig extrem ausgefallen ist. Sofern das Tief bei 91 Euro hält, haben wir es bei der SAP-Aktie lediglich mit einem höheren Tief zu tun. Im März-Crash konnte man die Aktie noch um bis zu 10 Euro günstiger abstauben.

Der Markt mag die rosigen Zukunftsaussichten nicht mehr uneingeschränkt teilen. Doch den Rückwärtsgang scheint man der SAP-Aktie (noch) nicht zuzutrauen.

Eine perfekte Gesamtsituation für Schnäppchenjäger. Während alle Welt auf Bitcoin und Gold schaut, kommen derzeit wieder Aktien mit lupenreiner Qualität unter den Hammer.

Echte Sonderangebote muss man vor dem Crash finden

Oberflächlich betrachtet brechen die Kurse weg, weil der Markt einen erneuten Lockdown fürchtet. So ist es überall zu lesen und zu hören.

Doch wenn ich an den März-Crash denke, dann denke ich vor allem an extrem gute Kaufgelegenheiten. Zur Erinnerung: Wer die SAP-Aktie im März für schlappe 82 Euro abstauben konnte, steht auch jetzt noch mit 10 % im Plus. Sobald der IT-Klassiker aus Walldorf seine Cloud-Strategie vollends in den Griff bekommt (woran ich langfristig keinen Zweifel habe), hat man eine Cash-Cow im Depot, an die man so günstig aller Wahrscheinlichkeit nach nicht wieder so schnell herankommen wird.

Der Gewinn liegt im Einkauf. Sofern man sich nicht von vermeintlichen Sonderangeboten blenden lässt.

Wer hat den Bitcoin und Gold gekauft, als diese in Trümmern lagen? Genau jene Investoren, die den Nutzen bzw. den Wert von Bitcoin und Gold sehr gut verstehen.

Reich werden kann so einfach sein

Kaufen und verkaufen ist leicht. Genau zu wissen, was man in einem Crash kaufen möchte, ist da schon sehr viel schwieriger.

Umso wichtiger ist es, eine prall gefüllte Watchlist zu haben. Eine Wunschliste an den Crash-Weihnachtsmann, auf der alle Leckereien verzeichnet sind, die man schon immer haben wollte.

In Zeiten wie diesen kann man einfach die Schublade öffnen und die Liste abarbeiten. Ein kurzer Kaufrausch und man ist langfristig bestens aufgestellt.

Watchlist pflegen, auf den Crash warten, günstig einkaufen, reich werden: Das ist der Rhythmus eines intelligenten Investors.

Ist das nicht zu leicht? Vielleicht! Doch wer hat je behauptet, dass reich werden schwer sein muss?

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Stefan Naerger besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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