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Vereinigtes Königreich: Schlangen an der Tankstelle

·Lesedauer: 1 Min.

Staus sind an sich erst einmal nicht verwundernswert - doch aber wenn sich Autos kilometerweit hinter einer Tankstelle anstellen. Auf britischen Straßen kein Bild mit Seltenheitswert dieser Tage. Etliche Autofahrer:innen warten darauf, einen Platz an einer Zapfsäule zu ergattern. Im Vereinigten Königreich ist aktuell ein Ansturm auf Tankstellen zu beobachten. Es werden Hamsterkäufe getätigt, die eng in Verbindung mit einem strukturellen Problem stehen: Der Brexit in Kombination mit der Covid-Krise hat zu Versorgungslücken geführt. Konkret heißt das: es fehlen Benzin-Liefererant:innen.

Sichtbare Folgen des Brexit

Strukturelle Probleme sind dafür verantwortlich. Der Brexit hat das Anwerben osteuropäischer LKW-Fahrer:innen erschwert. Die Folgen sind bei den Lieferketten spürbar. "Im Laufe der Jahre haben wir uns damit abgefunden, dass billigere, oft osteuropäische Arbeitskräfte ins Land kommen, den Markt unterbieten und dadurch viele Lkw-Fahrer aus dem Sektor verdrängen. Man muss also aufpassen, dass man die Probleme in Zukunft nicht noch weiter verschärft. Nichtsdestotrotz akzeptiere ich, dass wir auf kurze Sicht alle verschiedenen Optionen prüfen werden, und das tun wir auch sehr proaktiv", kündigt Grant Shapps an. Der britische Verkehrsminister ist optimistisch.

Und das, obwohl sich die Versorgungsengpässe auch in den Regalen zeigen. In manchen Supermärkten sind einige Produkte rar. Die britische Regierung muss sich wohl auf einen unruhigen Herbst einstellen.

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