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Verdi ruft zu weiteren Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr kommende Woche auf

·Lesedauer: 1 Min.
U-Bahnhof in Berlin während des Warnstreiks
U-Bahnhof in Berlin während des Warnstreiks

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft für kommende Woche zu weiteren Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auf - allerdings diesmal nicht bundesweit, sondern nur in drei Bundesländern. Zu Arbeitsniederlegungen werde es am Dienstag in Hessen und am Mittwoch in Bremen und Niedersachsen kommen, teilte Verdi am Freitag mit. Mit dieser frühzeitigen Bekanntgabe wolle die Gewerkschaft den Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, sich auf die Streiks einzustellen. 

Verdi will Verhandlungen über einen bundesweiten Rahmentarifvertrag für die rund 87.000 Beschäftigten im ÖPNV durchsetzen. Am Dienstag hatte die Gewerkschaft bundesweit zu Warnstreiks aufgerufen; in zahlreichen Städten fielen Busse und Bahnen aus. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) sei trotz des Streiks aber weiterhin nicht zu Verhandlungen bereit, kritisierte Verdi.

Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle erklärte, der ÖPNV brauche "dringend" bundeseinheitliche Regelungen zur Entlastung für die Beschäftigten. "Wer angesichts der Situation der Beschäftigten den Kopf in den Sand steckt, spielt in unverantwortlicher Weise mit der Gesundheit der Beschäftigten, dem Vertrauen der Fahrgäste in einen funktionierenden ÖPNV und provoziert weitere Streiks."

Behle warnte, angesichts des Fachkräftemangels stünden die Verkehrswende und die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs auf dem Spiel. Im Vergleich zum Jahr 2000 fehlten heute 15.000 Beschäftigte - die Anzahl der Fahrgäste habe im gleichen Zeitraum um ein Viertel zugenommen. In einer Befragung unter Betriebsräten in 110 ÖPNV-Unternehmen hätten 95 Prozent Personalmangel beklagt, besonders in den Werkstätten und im Fahrdienst. In 60 Prozent der Unternehmen fielen dadurch regelmäßig Fahrten aus.

ilo/bk