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Verdacht der Untreue: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Bundesvorstand der Grünen mit Baerbock und Habeck

·Lesedauer: 1 Min.
Die Grünen-Chefs Annalena Baerbock und Robert Habeck besichtigen vor der Bundesdelegiertenkonferenz ihrer Partei die Halle in der Station Berlin.
Die Grünen-Chefs Annalena Baerbock und Robert Habeck besichtigen vor der Bundesdelegiertenkonferenz ihrer Partei die Halle in der Station Berlin.

Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Anfangsverdachts der Untreue gegen den Bundesvorstand der Grünen. Das bestätigte ein Sprecher der Behörde am Mittwochabend, zuvor hatte der "Spiegel" berichtet. Auch auf Anfrage von Business Insider bestätigte die Berliner Staatsanwaltschaft dies. Ein Grünen-Sprecher bestätigte ebenfalls, dass es Ermittlungen gebe.

"Es geht dabei um die Mitwirkung der Mitglieder des Bundesvorstandes an Beschlüssen zur Auszahlung von sogenannten "Corona-Boni", die - wie bereits bekannt - 2020 an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundesgeschäftsstelle und zugleich an den Bundesvorstand gezahlt worden waren", erklärte der Parteisprecher.

Die Boni wurden mittlerweile wieder zurückgezahlt

Zum Grünen-Vorstand gehören neben den Parteichefs Annalena Baerbock und Robert Habeck auch Michael Kellner, Jamila Schaefer, Ricarda Lang und Marc Urbatsch. Beim Parteitag Ende kommender Woche wird ein neuer Bundesvorstand gewählt.

Der Vorstand sei "aus Sicht aller Beteiligten" zu den entsprechenden Beschlüsse berechtigt gewesen, so der Grünen-Sprecher. Die Mitglieder hätten die Boni inzwischen zurückgezahlt. "Die betroffenen Vorstandsmitglieder und die Bundesgeschäftsstelle kooperieren vollumfänglich mit der Staatsanwaltschaft, um den Sachverhalt schnell und vollständig aufzuklären."

1500 Euro für alle Beschäftigten

Den Corona-Bonus in Höhe von 1500 Euro pro Person bekamen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Grünen-Bundesgeschäftsstelle im vergangenen Winter. Er sollte die Belastungen ausgleichen, die durch die Arbeit im Homeoffice und den Umbau des Gebäudes entstanden.

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, es habe mehrere Strafanzeigen von privater Seite gegeben. Die Ermittlungen liefen seit dem 6. Januar. Bereits parteiinterne Rechnungsprüfer hatten die Zahlungen beanstandet. eh // dpa

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