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Verbraucherzentrale warnt vor dubiosen Streaming-Portalen

Sandra Alter
·Freiberufliche Journalistin
Young couple wearing pajamas and bathrobe looking at laptop screen and talking at the kitchen counter.
(Bild: Getty)

Vorsicht, Abofalle: Fragwürdige Video-Streaming-Portale versuchen derzeit Verbraucher abzuzocken. Mehr als 200 betrügerische Websites hat das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bereits ausfindig gemacht. Welche Dienste betroffen sind und was Sie tun können.

Durch Beschwerden von Verbrauchern ist das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz auf ein ganzes Netzwerk an betrügerischen Video-Streaming-Webseiten gestoßen. Die Portale sehen fast identisch aus, nur die URL und das Logo sind verschieden, regelmäßig kommen neue Seiten hinzu.

Im Impressum der Betrugsseiten wird meist eins der folgenden neun Unternehmen mit Sitz in Großbritannien genannt: Turquoiz Limited, Lovelust Limited, Bizcon Limited, Anmama Limited, CIDD Limited, OLJO Ltd, SAFE4MEDIA Ltd, Kino Bino Limited und Kino Cinemas Ltd.

Immer die gleiche Masche

Die Betreiber versuchen immer mit der gleichen Masche abzuzocken: Über Pop-Ups werden Internetnutzer auf die Seiten gelockt. In der Regel wird dann mit einem fünftägigen kostenlosen Abo geworben. Bei der Registrierung sollen Nutzer ihre Adressdaten, eine E-Mail-Adresse und eine Telefonnummer angeben. Wer sich darauf einlässt, bekommt im Anschluss die Meldung, dass die Registrierung fehlgeschlagen oder das Streamen von Filmen und Serien nicht möglich sei.

Bisher Betroffene gingen dann davon aus, dass die Registrierung nicht funktioniert habe. Allerdings seien die Daten dennoch bei den Betreibern der Webseiten gelandet.

„Nach Ablauf einer fünftägigen Testphase wurden die betroffenen Verbraucher per E-Mail und teilweise auch telefonisch von den Betreibern der Webseiten kontaktiert. Auf aggressive Weise forderten sie die Verbraucher zur Zahlung eines Jahres-Abo-Betrags auf. Die Betreiber beriefen sich dabei auf den Abschluss eines kostenpflichtigen Jahres-Abos und forderten die Begleichung eines Jahresbetrages von rund 144, 238 oder 359 Euro“, so die Verbraucherzentrale.

Youtube-Videos sollen verunsichern

Auch für den Fall, dass verunsicherte Verbraucher im Internet über die Portale recherchieren, hätten die Betrüger vorgesorgt. Für diesen Fall hätten die Betreiber der Webseiten verschiedene fragwürdige Videos bei Youtube hochgeladen. In diesen Videos lautet eine angeblich anwaltliche Auskunft, die Forderungen seien rechtens, da Verbraucher bei Abschluss die Nutzungsbedingungen akzeptieren mussten.

Keinesfalls zahlen

„Wenn Sie eine Rechnung erhalten haben und keine Leistung erbracht wurde, müssen Sie die Rechnung über ein vermeintliches Jahresabonnement keinesfalls zahlen. Lassen Sie sich auch durch aggressive Zahlungsaufforderungen nicht einschüchtern.“, rät die Verbraucherzentrale. In jedem Falle sollten Betroffene aber Anzeige bei der Polizei erstatten. Wer unsicher ist, ob es sich bei einer Rechnung um Forderung von Betrügern handelt, kann sich auch direkt an die Verbraucherzentrale wenden. Hier finden Sie eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe.

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