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Verbraucherzentrale: So sinnvoll sind Luftreiniger

Sandra Alter
·Freiberufliche Journalistin
·Lesedauer: 3 Min.

Regelmäßiges Lüften ist unerlässlich, um Coronaviren und auch andere Erreger zu vertreiben. Auch Luftreiniger sollen helfen, die Infektionszahlen zu verringern. Die Verbraucherzentrale erklärt, worauf bei den Geräten zu achten ist.

Close-Up Of Air Purifier Against White Background
Luftreiniger können die Qualität der Raumluft verbessern (Symbolbild: Getty Images)

Die kalte Jahreszeit bringt erneut steigende Infektionszahlen mit Covid-19. Menschen halten sich wieder vermehrt in geschlossenen Räumen auf und das Virus hat leichtes Spiel. Regelmäßiges Stoßlüften ist das Mittel der Wahl, um Erreger aus der Raumluft zu verbannen.

Auch Luftreiniger können die Qualität der Raumluft verbessern. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat Wissenswertes rund um die Geräte zusammengetragen und erklärt, worauf zu achten ist.

Nicht jedes Gerät filtert Viren aus der Luft

Gleich vorab: Luftreiniger sind kein Ersatz für regelmäßiges Lüften und nicht jeder Luftreiniger filtert Viren und Virenpartikel aus der Luft. Deshalb raten die Verbraucherschützer sich beim Kauf nicht nur auf die Versprechen der Hersteller zu verlassen, sondern darauf zu achten, dass unabhängige Testergebnisse seriöser Prüfstellen zu den Geräten vorliegen.

Umweltbundesamt zu Corona: Stoßlüften, wenn jemand niest oder hustet

Ob ein Luftreiniger auch Viren eliminieren kann, lässt sich an der Art des Luftfilters erkennen. „Nur Geräte, die über sogenannte High Efficiency Particulate Air (HEPA)-Filter der Klasse H13 oder H14 verfügen, können Viren oder kleinste, mit Viren beladene Tröpfchen (Aerosole) filtern“, erklärt die Verbraucherzentrale Hamburg.

Leistung, Raumgröße, Standort

Soll ein Luftreiniger wirklich effizient arbeiten, raten die Experten, die Leistung entsprechend der Raumgröße und der Personenzahl zu wählen. Wichtig sei es auch, das Gerät so im Raum zu positionieren, dass es möglichst viel Raumluft ansaugen kann und nicht nur die Luft verwirbelt.

Zu unterschätzen sei auch nicht der Geräuschpegel sowie der Stromverbrauch. Denn in der Regel sei es notwendig den Luftreiniger auf höchster Leistungsstufe laufen zu lassen. „Ein normaler Raum mit einer Fläche von 20 Quadratmetern beispielsweise müsste mit einem Luftreiniger ausgestattet werden, der 10 Kubikmeter (!) Luft pro Minute durch den Filter schleust. Das ist eine ganze Menge!“

Ozon, Ionisatoren, UV-C-Licht sind problematisch

Von Luftreinigern, die mit Ozon arbeiten, rät die Verbraucherzentrale gänzlich ab. Denn Ozon könne die Raumluft zusätzlich belasten und sogar zu chemischen Reaktionen führen. Die gesundheitsschädlichen Stoffe in der Luft könnten dann tränende Augen, Atemwegsbeschwerden und Kopfschmerzen verursachen.

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Keine gute Wahl seien auch Geräte, die mit Ionisation arbeiten. Denn auch bei diesem Verfahren werde Ozon in der Luftgebildet und Viren würden nicht wirksam unschädlich gemacht.

Luftreiniger die mit UV-C-Licht arbeiten, stufen die Verbraucherschützer ebenso als problematisch ein. Zwar sei die energiereiche ultraviolette Strahlung in der Lage, Viren unschädlich zu machen, allerdings sollten Haut und Augen vor der Strahlung geschützt werden.

Regelmäßige Wartung

Zu bedenken sei auch, dass zum Anschaffungspreis eines Luftreinigers Folgekosten hinzu kommen. Die Geräte müssen regelmäßig gewartet und die potenziell verseuchten Filter sollten von Fachpersonal gegen neue getauscht werden.

Fazit der Verbraucherzentrale Hamburg: „Verlassen Sie sich beim ,Säubern‘ der Atemluft nicht nur auf Luftreiniger. Geräte mit dem richtigen Filter mögen zwar die Luftqualität verbessern und die Viruslast minimieren, doch eine sichere Bank sind sie nicht. Viele Dinge sind zu beachten, damit ein handelsübliches Luftreinigungsgerät den gewünschten Effekt erzielt. Sicher sind Ihnen hingegen eine höhere Stromrechnung, meist viel Lärm und Folgekosten für die professionelle Wartung des Geräts.“

Weitere Informationen zum Thema „Coronavirus“ finden Sie hier auf den Internetseiten der Verbraucherzentrale Hamburg.

Weitere Informationen zu Aerosolen in Innenräumen und Luftreinigern finden Sie hier beim Umweltbundesamt.

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