Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    12.645,75
    +102,69 (+0,82%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.198,86
    +27,45 (+0,87%)
     
  • Dow Jones 30

    28.335,57
    -28,09 (-0,10%)
     
  • Gold

    1.903,40
    -1,20 (-0,06%)
     
  • EUR/USD

    1,1868
    +0,0042 (+0,36%)
     
  • BTC-EUR

    11.058,25
    +186,51 (+1,72%)
     
  • CMC Crypto 200

    260,05
    -1,40 (-0,54%)
     
  • Öl (Brent)

    39,78
    -0,86 (-2,12%)
     
  • MDAX

    27.279,59
    +90,42 (+0,33%)
     
  • TecDAX

    3.028,89
    -23,22 (-0,76%)
     
  • SDAX

    12.372,64
    -5,62 (-0,05%)
     
  • Nikkei 225

    23.516,59
    +42,32 (+0,18%)
     
  • FTSE 100

    5.860,28
    +74,63 (+1,29%)
     
  • CAC 40

    4.909,64
    +58,26 (+1,20%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.548,28
    +42,28 (+0,37%)
     

Verbraucherzentale: Besser Leitungswasser trinken

Sandra Alter
·Freiberufliche Journalistin
·Lesedauer: 3 Min.

Hahn aufdrehen, Glas drunter halten und genießen: Die Verbraucherzentrale Hamburg erklärt, warum es besser ist, Leitungswasser statt Mineralwasser zu trinken.

ideal for websites and magazines layouts
Leitungswasser hat gegenüber Mineralwasser einige Vorteile (Bild: Getty Images)

0,2 Cent kostet in Deutschland ein Liter Leitungswasser. Und das ist hierzulande von bester Qualität, wie die Verbraucherzentrale Hamburg erklärt.

500 Liter Leitungswasser für 1 Euro

Zum Vergleich: Ein Liter Mineralwasser kostet im Supermarkt zwischen 0,19 Cent und 50 Cent, manchmal sogar noch mehr. Für 1 Euro bekommen Deutsche also 500 Liter Leitungswasser, aber nur zwei bis fünf Flaschen Mineralwasser.

Darüber hinaus ist Wasser aus dem Hahn sehr viel klimaschonender als Mineralwasser aus dem Supermarkt. Tristan Jorde, Umweltexperte bei der Verbraucherzentrale Hamburg erklärt, warum das so ist: “Das Mineralwasser kommt aus irgendeinem Brunnen, meistens von weit weg, wird gefördert, in Flaschen abgefüllt, meistens in Einwegflaschen. Und kommt dann mit dem LKW über viele hunderte oder manchmal auch tausende Kilometer zu euch in den Supermarkt.” Dadurch werde das Klima durchschnittlich 600-mal stärker belastet, als beim Trinken von Leitungswasser.

Bedenken sind haltlos

Viele Verbraucher haben aber Bedenken, das Wasser aus dem Hahn zu trinken, weil es von minderer Qualität sein könnte. Doch das Gegenteil ist der Fall.

Mineralwasser im Test: Darauf sollten Sie achten

“Wasser ist das bestkontrollierte Lebensmittel in Deutschland”, erklären die Verbraucherschützer. In Deutschland besitzt Trinkwasser laut Umweltbundesamt “eine gute bis sehr gute Qualität”. Grenzwerte werden permanent von Kommissionen überwacht, die sich aus Vertretern der Wasserversorger, Verwaltungen und Vertretern der Umweltstellen zusammensetzen. Um die Qualität des deutschen Trinkwassers muss sich also niemand sorgen.

Hormone, Pestizide und Medikamentenrückstände

Auch Argumente, dass Wasser aus der Leitung, Medikamentenrückstände, Hormone, Pestizide oder ähnliches enthalten könnte, lassen sich laut der Verbraucherzentrale entkräften. Richtig sei, dass all diese Gifte grundsätzlich im Grundwasser vorhanden seien, aber nicht dort, wo Trinkwasserbrunnen sind. Denn Trinkwasser werde aus tiefen Schichten gefördert, wo diese Belastungen nicht mehr vorhanden sind.

“Wenn Wasserversorger allerdings eine Belastung feststellen, werden die Filtermaßnahmen angepasst oder die Quellen gewechselt. Das gilt grundsätzlich bei Verunreinigungen aller Art”, so die Verbraucherzentrale.

Auch um Keime brauchen sich Konsumenten keine Sorgen zu machen, denn Leitungswasser wird hierzulande verlässlich entkeimt – entweder mit chemischen oder physikalischen Verfahren.

Das sollten Sie beim Trinken von Leitungswasser beachten

Einen zusätzlichen Filter um Wasser zu reinigen, brauchen Verbraucher nicht. Im Gegenteil: Es sei gar nicht sinnvoll, 100 Prozent reines Wasser zu trinken. “Leitungswasser ist eine Mischung aus Wasser und vielen Mineralien, die ganz natürlich im Boden und in den Gesteinen vorkommen, an die sich der Körper gewöhnt hat und die er sogar braucht”, erklären die Verbraucherschützer.

Tafel-, Quellwasser und Co.: Diese Wasserarten gibt es

Grundsätzlich raten sie aber, Wasser, das sich viele Stunden in der Leitung befunden hat – etwa über Nacht – ablaufen zu lassen. Gutes Trinkwasser kommt dann aus dem Hahn, wenn es eine konstant kühle Temperatur hat.

Belastung durch Bleirohre und Armaturen

Wer sich sorgt, dass Verunreinigungen durch hauseigene Rohre oder Armaturen ins Trinkwasser gelangen könnten, sollte eine Bestandsaufnahme machen, raten die Experten. Alte Wasserrohre könnten tatsächlich zu einer erhöhten Bleibelastung führen.

Doch es gibt einfache und günstige Möglichkeiten Rohre zu überprüfen und die Wasserqualität selbst zu testen oder in einem Labor prüfen zu lassen. Mehr zum Thema “Blei im Trinkwasser” finden Sie hier bei der Verbraucherzentrale Hamburg.

Fazit: Schluss mit Kisten schleppen – Hahn aufdrehen, Glas drunter halten und genießen.

Weitere Informationen der Verbraucherzentrale zum Thema “Trinkwasser” finden Sie hier.

VIDEO: Leitungswasser oder Mineralwasser - Was ist gesünder?