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Verbraucherschützer fordern niedrigere Strompreise

·Lesedauer: 1 Min.
vzbv-Chef Klaus Müller
vzbv-Chef Klaus Müller

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert, den geplanten CO2-Preis beim Tanken und Heizen sozial noch stärker abzufedern. Der Verband unterstützt die Einführung eines "klimawirksamen" CO2-Preises zwar, wie das "Handelsblatt" am Freitag aus einem Positionspapier zitierte, bemängelt aber gleichzeitig, wie die Einnahmen aus der Bepreisung an die Verbraucher zurückfließen sollen. 

"Um eine wirkliche Entlastung zu erreichen, die auch beim Verbraucher ankommt, muss der Strompreis stärker als bisher angedacht gesenkt werden", sagte vzbv-Chef Klaus Müller der Zeitung.

Müller plädierte für eine direkte Strompreissenkung. So könnte zum Beispiel eine Reduzierung um fünf Cent pro Kilowattstunde nach Berechnungen der Verbraucherschützer einen privaten Haushalt mit durchschnittlichem Stromverbrauch um jährlich 175 Euro entlasten. 

"Eine weitere Möglichkeit wäre die Rückerstattung der CO2-Bepreisung an die Verbraucher durch einen Klimascheck", sagte Müller dem "Handelsblatt". Über einen solchen Scheck könnten Einnahmen einer CO2-Steuer einmal jährlich an jede Person oder jeden Haushalt ausbezahlt werden. Dafür hatten auch Klimaökonomen im vergangenen Jahr plädiert. 

Der Bundestag hatte am Donnerstag die CO2-Preise für den nationalen Zertifikatehandel für Wärme und Verkehr beschlossen. Damit werden ab Jahresbeginn 2021 zunächst 25 Euro pro emittierte Tonne CO2 fällig, bis 2025 steigt der vorerst feste Emissionspreis auf 55 Euro. 

ilo/ju