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Verbraucherbeschwerden wegen Telefonwerbung erreichen 2020 Höchststand

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Viele Verbraucher sind in ungewollten Verträgen gefangen

Die Bundesnetzagentur hat im vergangenen Jahr so viele Verbraucherbeschwerden wegen Telefonwerbung erhalten wie nie zuvor: 63.273 schriftliche Beschwerden über unerlaubte Werbeanrufe gingen ein, das waren rund 9000 mehr als 2019, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Demnach wurden "gegen zahlreiche Unternehmen Ermittlungsverfahren eingeleitet". Indes verhängte die Netzagentur nur gegen 17 Unternehmen Bußgelder - in einer Gesamthöhe von knapp 1,4 Millionen Euro.

Die Verbraucher beschwerten sich 2020 nach wie vor insbesondere über ungewollte Angebote zu Versicherungen, Finanz- und Energieversorgungsprodukten, wie die Behörde weiter mitteilte. Auch "aggressiv beworbene Zeitschriftenabonnements" sorgten demnach für Ärger.

Den Angaben zufolge wurden Verbrauchern vermehrt während des Gesprächs oder im Nachgang Verträge "untergeschoben". Manche Anrufer "schüchterten ihre Gesprächspartner mit aggressiven Beschimpfungen ein und überzogen diese mit dutzenden Anrufen", erklärte die Netzagentur. "In anderen Fällen verschleierten die Anrufer systematisch die Identität ihrer Auftraggeber oder traten sogar als Behördenvertreter auf, um das Vertrauen der Angerufenen zu erschleichen." Wer ohne Einwilligung Werbeanrufe erhält, kann Beschwerde unter www.bundesnetzagentur.de/telefonwerbung-beschwerde einreichen.

dwo/jm