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Verbraucher loben Qualität der Lebensmittel vom Wochenmarkt

Berlin (dapd). Neun von zehn Verbrauchern sind mit Qualität und Vielfalt der Lebensmittel in Deutschland zufrieden. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Infratest-dimap, die das Bundesagrarministerium am Donnerstag anlässlich der Grünen Woche in Berlin veröffentlicht hat. Ebenfalls 91 Prozent äußerten sich positiv über die Vielfalt des Lebensmittelangebots in Deutschland.

Danach überzeugt die Qualität der Nahrungsmittel die Bürger besonders, wenn die Produkte direkt vom Bauernhof (77 Prozent) oder vom Wochenmarkt (78 Prozent) kommen. Genauso gut schneidet der Supermarkt ab (78 Prozent). Discounter als Bezugsquelle von Lebensmitteln bekommen weniger Zuspruch (63 Prozent).

Nur jeder zweite Verbraucher (52 Prozent) ist mit der Qualität von Lebensmitteln in Bioläden zufrieden. Ein Sprecher des Ministeriums sagte dazu, die auf den ersten Blick niedrigere Zustimmung erkläre sich dadurch, dass in Deutschland bisher nur vergleichsweise wenige Kunden regelmäßig Bioläden nutzten.

"So sagt auch in unserer Umfrage mehr als ein Drittel der Verbraucher, es könne sich keine Meinung bilden", erklärte der Sprecher. "Ausdrücklich nicht zufrieden mit Biolebensmitteln sind laut Umfrage zehn Prozent der Verbraucher - Supermarkt-Kunden äußern sich doppelt so oft unzufrieden."

Worin sehen die deutschen Verbraucher laut Umfrage die Stärken der deutschen Landwirtschaft? In der Erzeugung qualitativ hochwertiger Lebensmittel, antworteten 91 Prozent. 82 Prozent sehen die Landwirtschaft als "Bestandteil von Heimat und Brauchtum". Nach Meinung von 78 Prozent leistet sie "einen wichtigen Beitrag zur Landschaftspflege".

68 Prozent sehen die Arbeitsplätze auf dem Land als wichtigen Faktor. Für 62 Prozent der Deutschen wirtschaften die Betriebe im Einklang mit der Natur. Für 57 Prozent ist auch die Sicherung der Ernährung außerhalb Deutschlands ein wichtiger Aspekt.

Beim Einkauf legen 89 Prozent der Verbraucher Wert darauf, dass die Produkte aus tiergerechter Haltung stammen. Die Hälfte der Befragten hält das sogar für "sehr wichtig". Darauf folgt die regionale Herkunft (67 Prozent), die für 32 Prozent eine "sehr wichtige" und für 35 Prozent eine "wichtige" Rolle beim Einkauf spielt. Auch der Preis spielt eine erhebliche Rolle: 66 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen ein kostengünstiges Angebot wichtig ist. Ob ein Produkt aus ökologischem Anbau stammt, ist immerhin für 61 Prozent der Konsumenten wichtig.

Was das Vertrauen in die Lebensmittelproduktion betrifft, so genießen Lebensmittel aus der Region das größte Vertrauen (93 Prozent), dagegen Produkte aus Ländern außerhalb der Europäischen Union das geringste (11 Prozent). In der Verarbeitungskette vom Acker bis zum Teller wird der Landwirtschaft mit 81 Prozent das größte Vertrauen entgegengebracht. Knapp jeder zweite Konsument hat auch Vertrauen in den Lebensmittelhandel (48 Prozent). Der Lebensmittelindustrie dagegen bringen 56 Prozent "wenig" und neun Prozent "gar kein Vertrauen" entgegen.

Ursache für den Vertrauensverlust dürften auch Lebensmittelkrisen und -skandale der vergangenen Jahre und Jahrzehnte sein. Die Befragten geben an, dass besonders der Vertrieb von Gammelfleisch (33 Prozent) und der Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung (29 Prozent) sowie die EHEC-Epidemie (18 Prozent) für sie die größte Bedeutung gehabt hätten.

Für die Erhebung waren Anfang Januar 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt worden.

( www.bmelv.de )

dapd

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