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Warum verbieten diese Länder Kryptowährungen?

Leila Stein
·Lesedauer: 5 Min.

Die Beziehung zwischen Regierungen und Kryptowährungen war schon immer angespannt. In einigen Ländern ist inzwischen der Kauf und der Besitz von Kryptowährungen sowie der Handel mit diesen inzwischen sogar komplett verboten.

Die meisten (kompletten) Krypto-Verbote sind 2017 und 2018 eingeführt worden. Als die Zentralbanken das steigende Interesse an Kryptowährungen bemerkt haben, wollten sie den aufstrebenden Markt nicht mehr länger ignorieren.

Auch wenn in diesen zwei Jahren die meisten Krypto-Verbote erlassen wurden, so gibt es insbesondere immer wieder neue Verbote für Kryptowährungen, die von Regierungen bzw. Banken nicht kontrolliert werden können.

Türkei verbietet Krypto-Zahlungen

Vor kurzem hat die türkische Zentralbank Zahlungen mit Kryptowährungen verboten. Viele rechnete allerdings bereits damit, dass das passieren würde, da das Land in den letzten Monaten unter anderem die Gesetze für Kryptowährungsbörsen bereits verschärft hatte.

Die Zentralbank begründete das Verbot damit, dass es aktuell zu wenig Regulierungsmöglichkeiten und keine zentrale Autorität für die Coins gibt. Sie betrachten das als ein Risiko für Investoren, da diese dadurch nicht mehr in der Lage sein könnten, verloren gegangen Gelder zurückzubekommen.

Indische Politiker möchten private Kryptowährungen verbieten

Indiens Regierung hat noch keine Anti-Crypto-Gesetzte verabschiedet. Ein Gesetzesentwurf, der ein Verbot von privaten Kryptowährungen vorsieht, wird jedoch bald dem indischen Parlament vorgelegt. Die indische Regierung möchte damit die Finanzierung illegaler Aktivitäten durch Kryptowährungen verhindern.

Allerdings ist die indische Regierung nicht komplett gegen digitale Währungen. Sie zieht es in Erwägung, eine eigene digitale Zentralbankwährung (CBDC), die digitale Rupie, einzuführen.

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Nigeria verbietet Krypto-Dienstleistungen

Nigeria verschärfte die Anti-Krypto-Maßnahmen im Februar 2021. In dem Land befindet sich der größte afrikanische Kryptomarkt. Banken und Finanzinstitute dürfen keine Ein- und Auszahlungsmöglichkeiten mehr für Kryptowährungen anbieten.

Außerdem drohte die Zentralbank von Nigeria den anderen Banken damit, die Bankkonten, die mit Kryptowährungen in Verbindung stehen, zu schließen.

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Bolivien war der Vorreiter in Lateinamerika

Boliviens Zentralbank verbot 2014 alle dezentralen Kryptowährungen. Die bolivianische Regierung traf jedoch Vorkehrungen, um Kryptowährungen, die sie selbst ausgeben könnte, zu legalisieren. Diese Entscheidung wurde zum Schutz der nationalen Währung und zum Schutz der Investoren getroffen. 2014 war Bolivien das einzige Land in Lateinamerika, dass ein totales Krypto-Verbot einführte.

Ecuador folgt Bolivien beim Verbot von Kryptowährungen

Es dauerte nicht lange, bis auch die ecuadorianische Regierung dem bolivianischen Vorbild folgte.

In einer Abstimmung der Nationalversammlung änderte die Regierung von Ecuador die damals bestehenden Währungs- und Finanzgesetze. Zahlungen mit „elektronischem Geld“ sind seitdem erlaubt. Allerdings hat sie alle Kryptowährungen, die nicht vom Staat kontrolliert werden, verboten.

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Algerien bestraft Kryptowährungs-Gebrauch

Im Jahr 2018 verbot Algerien die Verwendung von Kryptowährungen. In dem arabischen Gesetzestext gibt es eine konkrete Definition für Kryptowährungen:

„Eine virtuelle Währung ist eine Währung, die von Internetnutzern im Internet verwendet wird. Es gibt keine physische Grundlage für deren Verwendung, wie z.B Münzen, Papiergeld oder Zahlungen per Scheck oder Kreditkarte“.

Wer gegen dieses Verbot verstößt, macht sich nach den bereits bestehenden Finanzgesetzen strafbar.

Krypto-Trader aus Nepal wandern ins Gefängnis

Die „Nepal Rastra Bank“ verbot im Jahre 2017 Kryptowährungen.

Kurz nach dieser Bekanntmachung verhafteten die Strafverfolgungsbehörden sieben Personen wegen des Betreibens einer Kryptowährungsbörse. Aktuell drohen ihnen Geldstrafen und mögliche Gefängnisstrafen. Derzeit ist der Fall noch nicht abgeschlossen.

Südkorea verbietet Privacy Coins

Kryptowährungen sind in Südkorea legal. Einige große Kryptowährungen sind sogar ursprünglich in diesem Land entwickelt worden. Allerdings führte das Land 2021 ein Privacy-Coin-Verbot ein. Davon sind Kryptowährungen wie Zcash (ZEC) und Monero (XMR) betroffen. Die Regierung zwang die in Südkorea ansässigen Exchanges dazu, diese Coins am 21. März 2021 zu delisten.

Die südkoreanische Regierung begründete das Verbot damit, dass Cyberkriminelle diese Art von Kryptowährungen verwenden. Außerdem möchte sie mit dieser Maßnahme Geldwäsche unterbinden. Die südkoreanische Regierung betrachtet den hohen Grad an Anonymität, die Privacy Coins bieten, als zu großes Hindernis für die Strafverfolgung.

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Katar verbietet Banken den Handel mit Kryptowährungen

Die Regierung von Katar warnte Banken bereits im Jahre 2018 davor, mit Kryptowährungen zu handeln.

In einem Rundschreiben der Abteilung der „Supervision and Control of Financial Institution“ der Zentralbank von Katar warnte sie Banken davor, „mit Bitcoin zu handeln oder sie in eine andere Währung umzutauschen oder ein Konto zu eröffnen, um damit zu handeln, oder Geldtransfers zum Zweck des Kaufs oder Verkaufs dieser Währung zu senden oder zu empfangen.“ Falls sie erwischt werden, dann müssen sie laut dem Schreiben außerdem mit Strafen rechnen.

In Ägypten ist Krypto haram

Kryptowährungen sind in Ägypten nicht direkt verboten. Allerdings hat der islamische Gesetzgeber im Jahr 2017 Transaktionen mit Kryptowährungen für haram (verboten) erklärt. Das Dar al-Ifta ist der Meinung, dass Kryptowährungen der nationalen Sicherheit und der wirtschaftlichen Gesundheit Ägyptens schaden könnten.

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Bangladesh droht Bürgern mit Konsequenzen

Seit 2017 sind Kryptowährungen in Bangladesh verboten. Der Handel mit nicht namentlich genannten Personen könnte gegen den Money Laundering Prevention Act des Landes verstoßen. Die Zentralbank des Landes warnte ihre Bürger bereits vor möglichen Konsequenzen.

Sie forderte die Bürger auf, „von der Durchführung, Unterstützung und Werbung für alle Arten von Transaktionen mit virtuellen Währungen wie Bitcoin Abstand zu nehmen, um finanziellen und rechtlichen Schaden zu vermeiden.“

Verbote kommen und gehen, Krypto bleibt

Diese Liste ist nicht vollständig. Die Kryptowährungsgesetze werden außerdem ständig geändert. Da die Mainstream-Akzeptanz von Bitcoin immer größer wird, ist es gut möglich, dass sich auch die Rechtslagen weltweit immer wieder verändert.

Es sieht so aus, als ob manche Länder noch restriktiver gegen Kryptowährungen vorgehen möchten. Andere wiederum möchten anscheinend von dem Potenzial, dass in Kryptowährungen steckt, profitieren. Die meisten, die das wollen, möchten allerdings ihre eigene digitale Zentralbankwährung einführen.

Es ist nach wie vor noch offen, wie die einzelnen Länder mit Kryptowährungen umgehen werden. Bei den meisten digitalen Währungen wird sich jedoch erstmal nicht viel ändern.

Übersetzt von Maximilian M.

Der Beitrag Warum verbieten diese Länder Kryptowährungen? erschien zuerst auf BeInCrypto.