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Verband Haus und Grund: Heiz-Kommentar vom Netzagenturchef 'anmaßend'

BERLIN (dpa-AFX) - Der Eigentümerverband Haus und Grund hat Äußerungen von Bundesnetzagentur-Chef Klaus Müller zum Energieverbrauch von Privathaushalten scharf kritisiert. Er empfinde es als "anmaßend", dass der Chef der Regulierungsbehörde meine, das Verbrauchsverhalten der Bürgerinnen und Bürger kommentieren zu müssen, sagte Verbandspräsident Kai Warnecke dem "Handelsblatt". Aufgabe der Bundesregierung, aber auch der Bundesnetzagentur sei es, für ausreichend Energie zu verbraucherfreundlichen Preisen sorgen. "Mit seinen Äußerungen will der Chef der Netzagentur offensichtlich davon ablenken, dass die Bundesregierung dabei versagt hat", sagte Warnecke.

Müller hatte Mitte September gesagt, dass es zuletzt bei den privaten Haushalten mehr Gasabflüsse gegeben habe als erhofft. Angesichts der hohen Temperatur und der extrem hohen Gaspreise habe ihn das "sehr verwundert", hatte er dem "Handelsblatt" gesagt. "Das muss sich ändern."

Weiter hatte Müller vermutet, dass Eigentümer, Mieter und Wohnungsgesellschaften viele Heizungen offenbar noch so eingestellt hätten wie im vergangenen Herbst. "Ab einer bestimmten Temperatur springen dann die Heizungen morgens an. Das ist ein Warnsignal, da muss dringend etwas passieren."

Der Deutsche Mieterbund sieht die Vermieter in der Pflicht. Mieterinnen und Mieter seien durch die hohen Preise und ihre Nebenkostenabrechnung bereits "ausreichend" fürs Energiesparen sensibilisiert, sagte Verbandspräsident Lukas Siebenkotten dem "Handelsblatt". "Wichtig ist jetzt, dass auch die Vermieter ihre Hausaufgaben machen und ihre Heizungen entsprechend optimieren." Darauf hätten Mieter keinen Einfluss.