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Verbände rufen zur Grünen Woche zu Demonstration "Wir haben es satt" auf

2016 kamen tausende Menschen zum Protestzug

Zum siebten Mal rufen etwa 50 Verbände und Organisationen anlässlich der Grünen Woche für den 21. Januar zu einer Großdemonstration unter dem Motto "Wir haben es satt" in Berlin auf. Sie wollen sich damit für gesundes Essen, eine bäuerlich-ökologische Landwirtschaft sowie fairen Handel einsetzen.

"Die Gesellschaft akzeptiert das System der Billigproduktion mit extremer Ausbeutung von Menschen, Tieren und Ökosystemen nicht mehr", erklärten die Initiatoren der Kundgebung vorab. Sie wandten sich auch gegen wachsende Marktkonzentration und Höfesterben. "Tag für Tag müssen Bäuerinnen und Bauern ihre Höfe schließen, allein in den letzten sechs Jahren haben knapp 60 Prozent der Schweine haltenden Betriebe aufgegeben."

Das Aktionsbündnis stellte neun Forderungen "für eine zukunftsfähige Landwirtschaft" auf, "in der Bauern von ihren Produkten leben können, Tiere artgerecht gehalten, Klima und Umwelt geschont und landwirtschaftliche Produktionsformen gefördert werden, die die Bevölkerung akzeptiert". Verlangt wird unter andere, Subventionen an Agrarkonzerne zu stoppen und stattdessen kleine und mittlere Betriebe zu fördern.

Weitere Forderungen betreffen die Verringerung des Einsatzes von Antibiotika um mindestens 50 Prozent, den Stopp von Überdüngung, Obergrenzen für den Viehbestand sowie weniger Pestizideinsatz. Neue Megakonzerne im Landwirtschafts- und Lebensmittelsektor sollen möglichst verhindert werden.

Die Demonstration soll am Potsdamer Platz in Berlin beginnen und am Brandenburger Tor enden. Geplant sind zudem ein Traktorkonvoi und weitere Aktionen. Die Landwirtschaftsmesse Internationale Grüne Woche findet vom 20. bis 29. Januar auf dem Berliner Messegelände statt.

Zum Trägerkreis von "Wir haben es satt" gehören unter anderem Verbände des ökologischen Landbaus, die großen Umwelt- und Entwicklungsverbände, Tierschutzverbände, die kirchlichen Hilfswerke Misereor und Brot für die Welt sowie Sozialverbände wie die Arbeiterwohlfahrt (Awo). Unterstützt werden sie von Unternehmen der Biobranche sowie von den Grünen.

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