Deutsche Märkte schließen in 3 Stunden 24 Minuten

Veranstaltungsbranche demonstriert in Berlin für Corona-Hilfen

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Bei einer Großkundgebung in Berlin haben erneut Tausende Menschen aus der Veranstaltungsbranche für umfassendere staatliche Hilfen in der Corona-Krise demonstriert. Eine Lastwagen-Kolonne mit Hunderten Fahrzeugen setzte sich gegen Mittag vom Olympiaplatz in Richtung Brandenburger Tor in Bewegung. Gleichzeitig startete ein Fußmarsch, zu dem rund 6000 Teilnehmer angemeldet waren, vom Roten Rathaus am Alexanderplatz.

Unter dem Motto #OnFire machten die Demonstrierenden am Mittwoch auf die prekäre wirtschaftliche Lage in der Veranstaltungs- und Unterhaltungsindustrie aufmerksam. Mehrere Schlager- und Popstars, darunter etwa Frank Zander und Roland Kaiser, beteiligten sich an dem Umzug und der anschließenden Abschlusskundgebung vor dem Brandenburger Tor.

Organisiert wurde der Protestmarsch vom Aktionsbündnis #AlarmstufeRot. Auch der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga, der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft sowie weitere Branchenvertreter riefen zur Teilnahme auf. Bereits im September waren Tausende Menschen aus der Branche bei einer ersten Kundgebung mit Hunderten Fahrzeugen in Berlin unterwegs. Weil nach wie vor Großveranstaltungen kaum stattfinden dürfen, sind Veranstalter und Künstler sowie die Hotel- und Gastrobranche wirtschaftlich besonders schwer von den Auswirkungen der Krise getroffen.

Sie fordern gemeinsam Hilfsprogramme, "die sich gezielter an den Bedürfnissen der Unternehmen orientieren als die bisher von der Regierung aufgelegten Förderprogramme", heißt es in einem Aufruf.

Mehrere Politiker äußerten am Mittwoch Unterstützung. "Es muss jetzt schnell etwas passieren, damit die Arbeitsplätze und Unternehmen nicht dauerhaft von der Bildfläche verschwinden", teilte etwa der stellvertretende FDP-Bundestagsfraktionschef Michael Theurer mit. Notwendig sei demnach "eine finanzielle Unterstützung, die durch schlanke Verfahren tatsächlich bei den Betroffenen ankommt".