Werbung
Deutsche Märkte schließen in 8 Stunden 28 Minuten
  • DAX

    18.473,29
    -204,58 (-1,10%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.963,20
    -67,15 (-1,33%)
     
  • Dow Jones 30

    38.441,54
    -411,32 (-1,06%)
     
  • Gold

    2.329,30
    -11,90 (-0,51%)
     
  • EUR/USD

    1,0797
    -0,0011 (-0,10%)
     
  • Bitcoin EUR

    62.789,99
    -608,82 (-0,96%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.456,48
    +0,62 (+0,04%)
     
  • Öl (Brent)

    78,98
    -0,25 (-0,32%)
     
  • MDAX

    26.589,15
    -545,51 (-2,01%)
     
  • TecDAX

    3.362,40
    -48,43 (-1,42%)
     
  • SDAX

    14.885,92
    -263,58 (-1,74%)
     
  • Nikkei 225

    38.054,13
    -502,74 (-1,30%)
     
  • FTSE 100

    8.183,07
    -71,11 (-0,86%)
     
  • CAC 40

    7.935,03
    0,00 (0,00%)
     
  • Nasdaq Compositive

    16.920,58
    -99,30 (-0,58%)
     

Venezuelas Maduro wirft USA Bruch von Vereinbarung über Sanktionen vor

CARACAS (dpa-AFX) -Venezuelas autoritär regierender Präsident Nicolás Maduro hat die USA beschuldigt, ihre Zusagen zur Aufhebung von Sanktionen nicht eingehalten zu haben. Venezuela habe alle mit der US-Regierung besprochenen Verpflichtungen "vollständig" erfüllt, teilte Maduro am Samstag über die Plattform X (ehemals Twitter) mit. "Wir sind diejenigen, die mit größtem Willen die Verteidigung des venezolanischen Volkes, das Recht auf Unabhängigkeit und Frieden erfüllt haben", sagte er weiter. Die USA hatten erst am Mittwoch mitgeteilt, Sanktionen gegen Venezuelas Öl- und Gassektor wieder in Kraft zu setzen, um Druck auf die Regierung des südamerikanischen Landes auszuüben.

Im Oktober vergangenen Jahres hatte Maduro sich mit Teilen der Opposition in einem im Karibikstaat Barbados unterzeichneten Abkommen auf eine Präsidentenwahl verständigt, für die beide Lager ihre Kandidaten frei bestimmen dürfen. Die USA hatten "zur Unterstützung des Abkommens" damals Sanktionen gelockert, die Erleichterungen für den venezolanischen Öl- und Gassektor aber auf sechs Monate bis Mitte April befristet.

Beobachter rechnen allerdings nicht mit einer freien und fairen Wahl. Zuletzt wurden zahlreiche Oppositionelle sowie Mitglieder der Zivilgesellschaft festgenommen und regierungskritische Kandidaten von der Wahl ausgeschlossen. Die staatlich gelenkte Justiz belegte Oppositionsführerin María Corina Machado mit einem Amtsverbot. Ihr wurde wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten während ihrer Zeit als Abgeordnete die Ausübung öffentlicher Ämter für 15 Jahre untersagt. Ihre Ersatzkandidatin Corina Yoris konnte nicht in die Wahlliste eingetragen werden. Das Oppositionsbündnis einigte sich deswegen am Freitag auf den Diplomaten Edmundo González Urrutia als Präsidentschaftskandidaten. Er soll Maduro, der eine dritte Amtszeit anstrebt, bei der Wahl am 28. Juli herausfordern.

Das Erdölland Venezuela steckt seit Jahren in einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise. Die Wirtschaft des einst wohlhabenden Landes mit reichen Erdölvorkommen leidet unter Missmanagement, Korruption und Sanktionen. Mehr als sieben Millionen Menschen haben Venezuela nach UN-Angaben in den vergangenen Jahren wegen Armut und Gewalt verlassen.