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VDMA: Nationalistische Ideen Standortrisiko für Deutschland

FRANKFURT (dpa-AFX) -Der Maschinenbauverband VDMA sieht in nationalistischen Ideen eine Gefahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland. "Ein Land, das so exportstark ist wie Deutschland, braucht offene Grenzen, eine Willkommenskultur für ausländische Fachkräfte und eine feste Verankerung in Europa und im Euro-Raum", hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung des VDMA-Präsidiums und der Hauptgeschäftsführung. "Die nationalistischen Ideen der AfD und anderer extremistischer Parteien würden, insbesondere mit Blick auf ihre Wirtschaftspolitik, den Standort Deutschland dagegen in Kürze ruinieren."

Wer den "Dexit", also den Ausstieg Deutschlands aus der EU fordere, habe nicht begriffen, dass kein europäisches Land im wirtschaftlichen Machtkampf zwischen den Kontinenten allein bestehen könne, hieß es weiter. Die AfD-Co-Vorsitzende Alice Weidel hatte jüngst in einem Interview mit der "Financial Times" gesagt, eine von ihrer Partei geführte Regierung würde versuchen, die EU zu reformieren und den Mitgliedstaaten wieder mehr Souveränität zu geben. Falls dies nicht das gewünschte Ergebnis bringen sollte, sollte es ihrer Ansicht nach auch in Deutschland ein Referendum über den Verbleib in der EU geben, so wie 2016 in Großbritannien.

Zugleich warnte der VDMA: "Wer ausländische Fachkräfte deportieren will, hat nicht begriffen, dass die Parole "Deutschland den Deutschen" nur einem Standort schweren Schaden zufügt - unserem Land." Schon heute würden dringend benötigte Fachkräfte aus anderen Ländern ihr Wissen lieber woanders hintragen, weil sie sich nicht willkommen fühlten. "Das können wir uns im globalen Wettlauf um kluge Köpfe nicht leisten." Die Verbandsspitze forderte: "Wirtschaft und Verfechter einer demokratisch-marktwirtschaftlichen Gesellschaft müssen sich daher klar gegen solche wohlstandfeindlichen Ideen positionieren."