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Vaterschaftsurlaub kommt ab 2024: Nach der Geburt ihres Babys sollen Väter künftig zwei Wochen freibekommen können

Im nächsten Jahr will Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) die geplante Regelung zum sogenannten Vaterschaftsurlaub gesetzlich verankern. - Copyright: picture alliance / dpa-tmn | Christin Klose
Im nächsten Jahr will Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) die geplante Regelung zum sogenannten Vaterschaftsurlaub gesetzlich verankern. - Copyright: picture alliance / dpa-tmn | Christin Klose

Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) hat angekündigt, die geplante Regelung zum sogenannten Vaterschaftsurlaub im nächsten Jahr gesetzlich zu verankern, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Die zweiwöchige Freistellung nach der Geburt komme nun nicht mehr in diesem Jahr, sondern 2024. Dieses Jahr sei die wirtschaftliche Lage vor allem für kleine und mittlere Unternehmen schwierig. "Deshalb möchte ich dieses wichtige Vorhaben im nächsten Jahr aufs Gleis setzen", so Paus.

Sogenannter Vaterschaftsurlaub soll im Mutterschutzgesetz verankert werden

Der Familienministerin zufolge soll die zweiwöchige Freistellung nach der Geburt im Mutterschutzgesetz verankert werden. Eltern müssten in ihrem Wunsch nach einer partnerschaftlichen Aufteilung der Familienarbeit unterstützt werden. Besonders in der ersten Zeit nach der Geburt sei es wichtig, "dass Eltern Zeit füreinander und das Baby haben", zitiert AFP die Ministerin. Die Freistellung sei ein wichtiger Baustein für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Die Ampelparteien hatten schon im Koalitionsvertrag vereinbart, einen zweiwöchigen, bezahlten Urlaub nach der Geburt gesetzlich festzulegen. Damit setzt die Regierung die entsprechende EU-Richtlinie um.

cb

Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Die Grünen) besucht das Zentrum für Familie und Alleinerziehende in Jena.
Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Die Grünen) besucht das Zentrum für Familie und Alleinerziehende in Jena.