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"Mein Vater gehört ins Gefängnis": Britney Spears fordert Ende ihrer Vormundschaft

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Seit Jahren streitet Britney Spears vor Gericht um die Absetzung ihres Vaters Jamie als ihr Vormund. (Bild: Valerie Macon / AFP via Getty Images)
Seit Jahren streitet Britney Spears vor Gericht um die Absetzung ihres Vaters Jamie als ihr Vormund. (Bild: Valerie Macon / AFP via Getty Images)

Der Gerichtsstreit um die Vormundschaft im Fall Britney Spears nimmt kein Ende. Nun hat die Sängerin selbst vor Gericht ausgesagt - und schwere Vorwürfe gegen ihren Vater erhoben.

Neue Runde im Gerichtsstreit um die Vormundschaft im Fall Britney Spears: Die Sängerin hat am Mittwoch zum ersten Mal vor Gericht gegen ihren eigenen Vater Jamie ausgesagt. Nach 13 Jahren will sie aus dem Schatten des 68-Jährigen hervortreten, der nach dem psychischen Zusammenbruch der einstigen Chartstürmerin ("Oops! ... I Did It Again") 2008 die Vormundschaft seiner Tochter übernommen hatte.

"Ich glaube wirklich, dass diese Vormundschaft missbräuchlich ist. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich ein erfülltes Leben führen kann", erklärte Spears in der virtuellen Anhörung. "Ich bin traumatisiert. Ich bin nicht glücklich, ich kann nicht schlafen", so die 39-Jährige. "Ich bin so wütend, das ist verrückt. Und ich bin deprimiert. Ich weine jeden Tag."

In dem 23 Minuten langen Statement bat Spears darum, die Vormundschaft zu beenden - ohne ein gesundheitliches Gutachten. "Ich will bloß mein Leben zurück. Das waren 13 Jahre und es ist genug", fuhr sie fort. Die zweifache Mutter erhob schwere Vorwürfe gegen ihren Vater und ihr Management: "Mir wurde gesagt, ich kann nicht heiraten. Ich habe eine Spirale, aber dieses sogenannte Team lässt mich nicht zum Arzt gehen, um sie zu entfernen, weil sie nicht wollen, dass ich noch mehr Kinder bekomme." Sie sei außerdem dazu gezwungen worden, Konzerte zu geben und ein Medikament gegen ihren eigenen Willen zu nehmen.

"Diese Vormundschaft schadet mir mehr, als dass sie mir hilft. Ich verdiene es, ein Leben zu haben, ich habe mein ganzes Leben gearbeitet", so die Musikerin weiter. Ihre Eltern, die ebenfalls virtuell zur Verhandlung zugeschaltet waren, warf sie Ausbeutung vor. Sie würden von ihrem Geld profitieren und ihr Privatleben steuern. "Die Menschen, die mir das angetan haben, sollten nicht so einfach davonkommen", forderte Spears. Für sie sei klar: "Mein Vater und mein Management gehören ins Gefängnis!"

Justin Timberlake: "Sollten Britney in dieser Zeit unterstützen"

Zahlreiche Menschen sprachen Spears nach der Stellungnahme im Netz ihre Unterstützung aus. So auch Justin Timberlake (40), mit dem der Popstar von 1999 bis 2002 zusammen war. Auf Twitter schrieb er: "Nach dem, was wir heute gesehen haben, sollten wir alle Britney in dieser Zeit unterstützen." Er fuhr fort: "Unabhängig von unserer Vergangenheit, ob gut oder schlecht, und egal wie lange es her ist... was mit ihr passiert, ist einfach nicht richtig." Keine Frau solle darin eingeschränkt werden, "Entscheidungen über ihren eigenen Körper zu treffen", so Timberlake.

Auch Pop-Sternchen Halsey (26) setzte sich auf Twitter für Britney Spears ein: "Gesegnet sei Britney und ich hoffe von ganzem Herzen, dass sie aus diesem missbräuchlichen System befreit wird. Sie verdient es mehr als alles andere. Ich bewundere ihren Mut, heute für sich selbst zu sprechen", heißt es in dem Tweet der "Without Me"-Sängerin. Viele weitere Prominente schickten Spears virtuelle Grüße und beglückwünschten sie zu ihrer mutigen Aussage, darunter Mariah Carey, Rose McGowan und Sarah Jessica Parker.

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