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"Was für eine Schande!" Real Madrid tobt nach VAR-Drama

·Lesedauer: 3 Min.
"Was für eine Schande!" Real Madrid tobt nach VAR-Drama
"Was für eine Schande!" Real Madrid tobt nach VAR-Drama

Irre Szenen und ein Videobeweis plus ein Last-Second-Tor von Toni Kroos haben das La-Liga-Spitzenspiel zwischen Real Madrid und dem FC Sevilla zu einem Spektakel gemacht:

Die Königlichen um den deutschen Nationalspieler Kroos, der einmal mehr einen Tor-Assist ablieferte und seinem Team in der Nachspielzeit (90.+4) mit einem Treffer nach einem abgefälschten Schuss, der teilweise als Eigentor von Diego Carlos gewertet wurde, wenigstens noch einen Teilerfolg rettete, schafften ein glückliches 2:2 (0:1).

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Trotz des Dämpfers wahrte Madrid indes drei Spieltage vor Saisonende seine Chance im Titelkampf mit der Rückkehr auf Rang zwei hinter Spitzenreiter Atlético Madrid (77 Punkte). (La Liga: Tabelle)

Real, das mit 75 Punkten nun gleichauf liegt mit dem FC Barcelona nach dessen Nullnummer am Samstag gegen Atlético, erlitt vier Tage nach dem Halbfinal-Aus in der Champions League beinahe erneut Schiffbruch. (La Liga: Ergebnisse und Spielplan)

Zidane wütet wegen VAR-Entscheidung

Nach dem Schlusspfiff haderten die Königlichen vor allem mit einer kuriosen Entscheidung des Schiedsrichtergespanns. "Ich verstehe die Handspiel-Regel nicht. Ja, Militao hat den Ball mit der Hand berührt, man kann da Elfmeter pfeifen. Aber ein Spieler von Sevilla hat den Ball zuvor auch mit der Hand berührt und nichts ist passiert. Darauf habe ich den Schiedsrichter nach dem Abpfiff angesprochen – und was er dazu gesagt hat, hat mich nicht überzeugt", erklärte Trainer Zinedine Zidane nach der Partie.

Der Franzose wurde ungewohnt deutlich: "Normalerweise rede ich auch nicht über Schiedsrichter-Entscheidungen, aber dieses Mal hatte ich einfach kein gutes Gefühl bei der Sache. Ich war und bin verärgert. Wenn das als Handspiel geahndet wird, warum dann nicht das andere? Ich verstehe das nicht."

Auch Real-Verteidiger Daniel Carvajal ärgerte sich. "Was für eine Schande", kommentierte der Abwehrspieler die Entscheidung via Instagram. Luka Modric fand dagegen nicht ganz so deutliche Worte. "Ich weiß nicht, ob es Hand war, oder nicht, ich habe es nicht gesehen. Wir haben zwei Punkte verloren, wir hatten viele gute Chancen, aber wir machen weiter und werden alles versuchen, um Meister zu werden", sagte der Kroate.

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Statt Elfmeter für Real gab es Elfmeter für Sevilla

Ausgangspunkt der Real-Wut: Nachdem Marco Asensio (67.) Sevillas Führung dank des Brasilianers Fernando (22.) egalisiert hatte, erlebte das Team von Coach Zinedine Zidane im Glauben, einen Strafstoß zugesprochen zu bekommen, dann das krasse Gegenteil. (La Liga: Tabelle)

Was war passiert? Nach einer eigenen Ecke hatte Sevilla, das nun Vierter ist (71 Punkte) einen schnellen Konter kassiert: Karim Benzema war von Vinicius mit einem langen Ball in Richtung Gäste-Tor geschickt worden, Sevillas Keeper erwischte den Franzosen klar im Strafraum.

Doch statt Foulelfmeter für Madrid entschied Schiedsrichter Juan Martinez Munuera nach langem Videobeweis auf Elfer auf der Gegenseite, denn: Reals Eder Militao war bei der Ecke zuvor im Sechzehner mit dem Arm am Ball gewesen.

Der frühere Schalker und Ex-Barca-Profi Ivan Rakitic ließ sich die Chance nicht nehmen, verwandelte für Sevilla eiskalt vom Punkt und ließ Real fast mit leeren Händen dastehen - ehe Kroos Sekunden vor Abpfiff mit einem Flachschuss, den Teamkollege Eden Hazard noch glücklich abfälschte, doch noch für den besonderen Moment sorgte.

"Wenn wir gewonnen hätten, wären wir mittendrin gewesen, aber wir können stolz sein", sagte Rakitic hinterher.​

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