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Mit dem Van durch Alaska: Was uns bei diesem Roadtrip überrascht hat

Mein Mann und ich feierten unseren 35. Hochzeitstag mit einer zweiwöchigen Reise durch Alaska. - Copyright: Katie Bausler / Business Insider
Mein Mann und ich feierten unseren 35. Hochzeitstag mit einer zweiwöchigen Reise durch Alaska. - Copyright: Katie Bausler / Business Insider

Mein Mann und ich leben seit 30 Jahren in Alaska. Derzeit wohnen wir auf Douglas Island in der Nähe von Juneau, der Hauptstadt des US-Bundesstaates. Unser Zuhause ist Hunderte Kilometer von der Hauptlandmasse des Staates entfernt. Aber das hält Touristen nicht davon ab, mit dem Boot oder Flugzeug in Scharen die Berge und großen Regenwälder von Douglas Island zu besuchen.

Anlässlich unseres 35-jährigen Jahrestages haben mein Mann und ich beschlossen, es ihnen gleichzutun und unseren Bundesstaat zu erkunden. Zum ersten Mal haben wir eine zweiwöchige Sommertour zu einigen der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Alaskas unternommen.

Nachdem wir nach Anchorage, der bevölkerungsreichsten Stadt Alaskas, geflogen waren, holten wir uns einen umgebauten Van und machten uns auf zu unserem knapp 2000 Kilometer langen Abenteuer durch Palmer, Valdez, Fairbanks und den Denali-Nationalpark, in dem sich der höchste Gipfel Nordamerikas befindet. Diese folgenden Entdeckungen haben uns bei unserer Reise überrascht.

Die kostenlosen Lebensmittel in Palmer waren so lecker, dass wir in keinen Supermarkt gehen mussten

 - Copyright: Katie Bausler / Business Insider
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Alaska ist bekannt für seine vielen Naturwunder wie Gletscher und Birken. Unser Roadtrip hat uns allerdings gezeigt, dass der Bundesstaat darüber hinaus auch einige der beeindruckendsten Pflanzen und Blumen vorzuweisen hat, die wir je gesehen haben: von riesigen Brokkoliköpfen bis hin zu atemberaubenden Mohnblumen.

Frau Strand Handy
Frau Strand Handy

Während unseres Roadtrips machten wir Halt in Palmer, einer Stadt im Südosten Alaskas. Als sich die Menschen aus dem Mittleren Westen dort während der Wirtschaftskrise der 1930er-Jahre niederließen, machten sie den Ort zu dem landwirtschaftlichen Zentrum des Staates.

Bei unserem Spaziergang durch die Stadt stießen wir auf ein Dickicht, in dem Walderdbeeren wuchsen. Daran war ein Schild angebracht, auf dem stand, „Hier werden Nahrungsmittel angebaut, an denen sich alle bedienen dürfen“.

 - Copyright: Katie Bausler / Business Insider
- Copyright: Katie Bausler / Business Insider

Wir waren mehr als glücklich darüber, jederzeit kostenloses Obst pflücken zu können. Im Gegenzug entfernten wir ein wenig Unkraut aus dem Beet.

Später fanden wir am Bahnhof eine Gartenkiste. Darin waren jede Menge grüne und rote Salatköpfe sowie Kapuzinerkresse, eine essbare Blume. Wir freuten uns erneut – nun mussten wir nicht einmal mehr zum Supermarkt gehen.

Seelöwen machen in Valdez die besten Fischfänge an der Küste

 - Copyright: Katie Bausler / Business Insider
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Valdez ist eine Küstenstadt etwa 480 Kilometer von Anchorage entfernt, die für ihr erstklassigen Möglichkeiten zum Angeln bekannt ist.

Als wir dort waren, standen etliche Besucher am Hafen, um den Skippern dabei zuzusehen, wie sie frisch gefangenen Fisch säuberten. Auf der anderen Seite des Fjords bekamen Seelöwen allerdings eine noch bessere Auswahl an Lachsen angeboten.

Wir schlossen uns der Schar professioneller (und weniger professioneller) Fotografen an, die Fotos von den riesigen Tieren machten, während sie nach ihrer Beute jagten.

Wir haben uns die World Eskimo Indian Olympics in Fairbanks angesehen

 - Copyright: Katie Bausler / Business Insider
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Während unserer Reise machten wir einen Zwischenstopp in Fairbanks, einer Stadt, die weniger als 320 Kilometer vom Polarkreis entfernt liegt. Zufälligerweise fanden dort gerade die World Eskimo Indian Olympics statt.

Noch nie zuvor waren wir live bei dem jährlichen Multisport-Event dabei gewesen, das zum ersten Mal im Jahr 1961 stattfand. Indigene Völker Alaskas aus Stämmen und Dörfern im ganzen Bundesstaat messen sich dabei in traditionellen Spielen wie dem High-Kick-Wettbewerb und dem Arm-Pull-Event. Mein Mann und ich waren begeistert und hatten großen Spaß daran, die Mitglieder des Juneau-Teams anzufeuern. Wir beteiligten uns sogar an einer der aufregendsten Veranstaltungen: dem Deckenwurf.

Zusammen mit mindestens 100 anderen Zuschauern stiegen wir von der Tribüne hinunter und schnappten uns ein Stück eines großen Stückes Robbenhaut. Das Material diente als handgefertigtes Trampolin, und wir Menschen waren die Federn. Die Wettkämpfer stellten sich in die Mitte der Leinwand und sprangen so hoch sie konnten. Tagsüber musste man keinen Eintritt zu den World Eskimo Indian Olympics zahlen. Die Abendveranstaltungen kosteten zwischen zehn und 15 US-Dollar.

Ein Fernglas war ein Muss, um die Tierwelt im Denali-Nationalpark zu sehen

Seid gewarnt: Reservierungen für Campingplätze im Denali-Nationalpark müssen Monate im Voraus vorgenommen werden.

Der sechs Millionen Hektar große Nationalpark ist bekannt für seine Wildnis und Tierwelt. Um uns die Gegend aus der Nähe anzusehen, reservierten wir Plätze in einem ehemaligen Schulbus, der sich durch eine unbefestigte Straße schlängelte.

Wenn ihr Denali besucht, solltet ihr unbedingt ein Fernglas einpacken – mein Mann und ich hätten viele der Tiere sonst mit dem bloßen Auge nicht sehen können. Mit unserem Fernglas haben wir sogar Karibus mit Geweihen und Grizzlybären mit goldenem Fell entdecken können.

Wir fanden beeindruckende Holzhütten, die öffentlich zugänglich waren

 - Copyright: Katie Bausler / Business Insider
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Während unserer Reise fanden wir auf dem Campingplatz K'esugi Ken im Denali State Park und am Eklutna Lake, der in der Nähe von Anchorage liegt, gut gebaute Unterkünfte direkt an der Straße. Die geräumigen Holzhütten ähnelten Schweizer Chalets.

Auch wenn ihr kein eigenes Haus aus Zedernholz in Alaska besitzt, könnt ihr trotzdem in einem übernachten. Die Alaska State Parks vermieten mehr als 80 öffentlich genutzte Hütten im ganzen Bundesstaat. Einige der abgelegeneren Anwesen sind nur mit dem Boot oder Flugzeug zu erreichen.

Reservierungen können bis zu sieben Monate im Voraus vorgenommen werden. Die Preise für die meisten Kabinen liegen zwischen 35 und 100 Dollar pro Nacht.

Die Trans-Alaska-Pipeline verläuft teilweise oberirdisch, sodass man tatsächlich darauf stehen kann

 - Copyright: Katie Bausler / Business Insider
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Die Trans-Alaska-Pipeline, ein landesweites Öltransportsystem, fließt seit Mitte der 1970er-Jahre und verläuft knapp 1290 Kilometer durch Alaska, von der Prudhoe Bay am Arktischen Ozean bis nach Port Valdez am Prince William Sound. Dort, wo Permafrost herrscht, verläuft das Rohr oberirdisch, sodass wir während unserer Fahrt viel davon sehen konnten.

Bei einem Boxenstopp zwischen Glenallen und Fairbanks machte ich ein Foto von meinem Mann, der mit einem breiten Lächeln im Gesicht auf einem Abschnitt der Pipeline stand.

Das Wasser auf dem Campingplatz stammt aus Pumpen, die während der Weltwirtschaftskrise installiert wurden

 - Copyright: Katie Bausler / Business Insider
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Bevor wir zu unserem Roadtrip aufbrachen, wussten wir bereits, dass die meisten Campingplätze des Staates rustikal sein würden. Mein Mann und ich hatten aber nicht damit gerechnet, selbst Wasser aus dem Boden pumpen zu müssen.

Wir fanden es faszinierend, dass die Wasserpumpen und Trinkbrunnen vom Civilian Conservation Corps installiert worden waren, einem Hilfsprogramm aus der Zeit der Großen Depression, das in den 1930er-Jahren auch dazu diente, Arbeitsplätze zu erschaffen.

Mein Mann wurde ziemlich gut darin, Brunnenwasser zu holen. Er setzte sein gesamtes Körpergewicht ein, um den Stahlgriff wie eine menschliche Wippe zu pumpen.

Alaska hat eine unglaublich große Vielfalt an Landschaften

 - Copyright: Katie Bausler / Business Insider
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Die meisten Menschen stellen sich Alaska als großen, kalten Ort vor, der das ganze Jahr über von Eis und Schnee bedeckt ist. Dieses Bild könnte nicht weiter von der Realität entfernt sein, besonders im Sommer.

Auf unserem Roadtrip haben wir die unterschiedlichsten Landschaften gesehen. Im Matanuska-Tal passierten wir braune, trockene Gipfel vor einem blauen Himmel, der uns an Montana erinnerte. Wir erlebten auch eine atemberaubende Wüstenlandschaft mit blaugrünen und rostfarbenen Hängen auf dem Richardson Highway.

 - Copyright: Katie Bausler / Business Insider
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Vulkane haben dazu geführt, dass sich der Polychrome Overlook – eine Station unserer Denali-Nationalpark-Bustour – in einen Regenbogen aus Farben verwandelt hat, was ihn zur perfekten Kulisse für unser Weihnachtskartenfoto machte.

Und auf unserem Weg nach Valdez sahen wir die hoch aufragenden Gipfel am Thompson Pass, die uns an unsere Heimat in Südostalaska erinnerten. Unseren Bundesstaat als beeindruckend zu bezeichnen, wäre eine Untertreibung – sogar für uns Alaskaner.

Dieser Text wurde von Anika Faber aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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