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USA setzen zusätzliche Soldaten bei Afghanistan-Abzug ein

·Lesedauer: 2 Min.
US-General Kenneth McKenzie

Um die internationalen Truppen bei ihrem Abzug aus Afghanistan zu schützen, werden die USA vorübergehend zusätzliche Soldaten in das Land am Hindukusch entsenden. "Wir werden zusätzliche Ressourcen hineinbringen, um die Kräfte beim Abzug zu schützen", sagte der Chef des US-Militärkommandos Centcom, General Kenneth McKenzie, am Donnerstag bei einer Anhörung im US-Senat in Washington. Zugleich äußerte er große Sorge über die künftige Sicherheitslage in Afghanistan.

Eine Verstärkung der Truppen sei bei jedwedem Abzug "normal", sagte McKenzie. Er sei zuversichtlich, dass der Abzug gelingen werde. Bei einer anschließenden Pressekonferenz machte er keine Angaben zu der Zahl der zusätzlich einzusetzenden Soldaten. Die Pläne für den Abzug würden derzeit weiter ausgearbeitet, sagte McKenzie.

Die USA und ihre Nato-Partner wollen ab Anfang Mai mit dem Abzug aus Afghanistan beginnen und den seit 20 Jahren andauernden Militäreinsatz am Hindukusch beenden. Insgesamt sind derzeit noch rund 9600 Nato-Soldaten aus 36 Staaten der Allianz in Afghanistan stationiert, darunter rund 2500 US-Soldaten und 1100 Bundeswehrsoldaten.

Auch mehr als 16.000 zivile Mitarbeiter müssen außer Landes gebracht werden. Nach Angaben des US-Militärs wird der Abzug mindestens drei Monate dauern.

McKenzie äußerte die Sorge, dass der Abzug es den radikalislamischen Taliban ermöglichen werde, wieder an Boden zu gewinnen. "Meine Sorge bezieht sich auf die Fähigkeit des afghanischen Militärs, das Gebiet zu halten, auf dem sie sich jetzt befinden - ohne die Unterstützung, an die sie sich seit Jahren gewöhnt haben."

Dabei gehe es um geheimdienstliche Aufklärung, um Schützenhilfe und andere Dinge, die den afghanischen Streitkräften derzeit einen Vorteil gegenüber den Taliban verschafften. "All dies wird dann nicht mehr da sein", sagte der General.

Die Taliban seien heute mit rund 50.000 Kämpfern zahlreicher als 2011 und sie kontrollierten mehr Gebiete als vor zehn Jahren. Besonders fraglich seien die künftigen Fähigkeiten der afghanischen Luftwaffe, wenn die ausländische Unterstützung vor Ort wegfalle.

Die USA waren nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in Afghanistan einmarschiert, um das Extremistennetzwerk Al-Kaida zu zerschlagen und die Taliban zu vertreiben. Milliardensummen wurden in den Aufbau der afghanischen Sicherheitskräfte gesteckt. US-Präsident Joe Biden und die Nato-Partner hatten in der vergangenen Woche den Abzug angekündigt.

ju