Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    14.462,19
    +230,90 (+1,62%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.808,86
    +68,55 (+1,83%)
     
  • Dow Jones 30

    33.212,96
    +575,77 (+1,76%)
     
  • Gold

    1.857,30
    +3,40 (+0,18%)
     
  • EUR/USD

    1,0739
    +0,0006 (+0,05%)
     
  • BTC-EUR

    26.753,26
    -487,68 (-1,79%)
     
  • CMC Crypto 200

    625,79
    -3,71 (-0,59%)
     
  • Öl (Brent)

    115,07
    +0,98 (+0,86%)
     
  • MDAX

    29.749,55
    +319,28 (+1,08%)
     
  • TecDAX

    3.178,93
    +82,39 (+2,66%)
     
  • SDAX

    13.695,42
    +145,83 (+1,08%)
     
  • Nikkei 225

    26.781,68
    +176,84 (+0,66%)
     
  • FTSE 100

    7.585,46
    +20,54 (+0,27%)
     
  • CAC 40

    6.515,75
    +105,17 (+1,64%)
     
  • Nasdaq Compositive

    12.131,13
    +390,48 (+3,33%)
     

US-Wirtschaft im ersten Quartal leicht geschrumpft

Containertransport (AFP/John MACDOUGALL) (John MACDOUGALL)

Schlechte Konjunkturzahlen aus den USA: Die größte Volkswirtschaft der Welt ist im ersten Quartal des Jahres leicht geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging in den ersten drei Monaten 2022 im Vergleich zum Vorquartal um 0,4 Prozent zurück, wie das US-Handelsministerium am Donnerstag mitteilte. Annualisiert - also auf das ganze Jahr hochgerechnet - betrug der Rückgang 1,4 Prozent. Experten hatten mit einem Wachstum von annualisiert 1,1 Prozent gerechnet.

Das Handelsministerium führte das Schrumpfen des BIP unter anderem auf eine Zunahme der Corona-Infektionen während der Omikron-Welle und einen Rückgang der Pandemie-Hilfszahlungen der Regierung zurück. Andere wirtschaftliche Faktoren wie Lieferketten-Probleme und die weitverbreitete Inflation hielten an. Das Handelsministerium verzeichnete auch einen Rückgang der sogenannten Vorratsinvestitionen und der Exporte bei einem gleichzeitigen Anstieg der Importe.

Ian Shepherdson vom Wirtschaftsberatungsunternehmen Pantheon Macroeconomics betonte aber, die USA würden "nicht in eine Rezession fallen". Die Konjunkturzahlen gingen insbesondere darauf zurück, dass Unternehmen mehr importieren würden, um ihre Lagerbestände aufzufüllen.

"Der Nettohandel wurde durch eine Zunahme der Importe insbesondere von Konsumgütern getroffen, weil Groß- und Einzelhändler ihr Inventar neu aufbauen wollen", erklärte Shepherdson. Er erwarte ein Wiederanspringen des Wirtschaftswachstums im zweiten Quartal des Jahres.

US-Präsident Joe Biden erklärte, die schlechten Quartalszahlen seien durch "technische Faktoren" bedingt. Die US-Wirtschaft sei "inmitten historischer Herausforderungen weiter widerstandsfähig".

Biden verwies insbesondere darauf, dass die Konsumausgaben der Privathaushalte und gewisse Investitionen weiter angewachsen seien. "Die USA treten den Herausforderungen von Covid-19 in aller Welt, von Putins unprovoziertem Einmarsch in der Ukraine und von der weltweiten Inflation aus einer Position der Stärke entgegen."

Die USA sind derzeit mit einer Reihe wirtschaftlicher Herausforderungen konfrontiert, die Biden vor den wichtigen Kongress-Zwischenwahlen im November auch politisch schaden. Die Inflation ist zuletzt auf 8,5 Prozent und damit eine neues 40-Jahres-Hoch angestiegen. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat mit einer ersten Anhebung der Leitzinsen begonnen gegenzusteuern, will zugleich aber nicht die Erholung von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie abwürgen.

Im letzten Quartal 2021 war die US-Wirtschaft noch um 1,7 Prozent gewachsen, annualisiert um 6,9 Prozent. Bei den in den USA gebräuchlichen annualisierten Zahlen wird die Entwicklung eines Quartals im Vergleich zum Vorquartal auf das gesamt Jahr hochgerechnet. Das erleichtert es, die Entwicklung eines Quartals mit der Entwicklung des gesamten Vorjahres zu vergleichen. In Deutschland sind solche annualisierten Zahlen nicht üblich.

fs/ilo

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.