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US-Sender NBC überträgt Verleihung von Golden Globes nächstes Jahr nicht mehr

·Lesedauer: 2 Min.
Golden Globes in der Kritik

Ungewisse Zukunft für die Golden Globes: Der US-Sender NBC will die Verleihung der renommierten Filmpreise im kommenden Jahr nicht übertragen. Die Ankündigung erfolgte am Montag (Ortszeit) vor dem Hintergrund massiver Kritik an den Golden-Globes-Organisatoren, denen Diskriminierung, Rassismus und teils auch Korruption vorgeworfen wird. Auch prominente Filmstars wie Scarlett Johansson, Tom Cruise und Mark Ruffalo beteiligten sich an der Kritik.

Die Organisation hinter den Golden Globes, die Hollywood Foreign Press Association (HFPA) mit ihren rund 90 Journalisten, hat zwar umfassende Reformen angekündigt. Der Sender NBC erklärte jedoch, er gehe davon aus, dass die HFPA für solche Reformen einige Zeit brauchen werde. Die einflussreiche Journalisten-Organisation steht unter anderem wegen mangelnder Diversität in der Kritik, nachdem sich herausgestellt hatte, dass keines ihrer Mitglieder schwarz ist.

Im Zuge der NBC-Ankündigung berichteten mehrere US-Medien am Montag, dass der Schauspieler Tom Cruise seine drei Golden Globes als Zeichen des Protests gegen die HFPA zurückgegeben habe. Auch Netflix und Amazon Studios wollen nicht mehr mit der HFPA zusammenarbeiten, wenn es dort nicht zu grundlegenden Veränderungen kommt. Den Warner Bros Studios gehen die geplanten Reformen ebenfalls nicht weit genug. Auch sie legten die Zusammenarbeit mit den Golden-Globes-Organisatoren am Montag auf Eis.

Die HFPA reagierte auf die Anschuldigungen mit der Veröffentlichung eines Zeitplans, innerhalb dessen sie die angekündigten Reformen umsetzen wolle. Systemische Reformen seien "längst überfällig, sowohl in unserer Organisation als auch in der gesamten Branche", räumte der Verband ein. Die Reformen, die von drei Mitgliedern der Organisation abgelehnt wurden, beinhalten unter anderem die Erhöhung der Mitgliedszahl - insbesondere afroamerikanischer Mitglieder - sowie eine Zusammenarbeit mit Beratern beim Thema Diversität.

Die US-Schauspielerin Johansson hatte am Samstag erklärt, sie habe sich jahrelang "geweigert, an HFPA-Pressekonferenzen teilzunehmen". Bei den Terminen seien ihr "sexistischen Fragen" gestellt worden und Bemerkungen gemacht worden, die "an sexuelle Belästigung grenzen". Ihr Kollege Ruffalo hatte kürzlich mitgeteilt, er könne "nicht stolz oder glücklich" über eine Auszeichnung von einer Organisation sein, die eine "Kultur der Geheimhaltung und des Ausschließens" pflege.

Die Golden Globes zählen nach den Oscars zu den bedeutendsten Filmpreisen in Hollywood. Ihre Verleihung wird maßgeblich durch die Vergabe von Übertragungsrechten finanziert. Im vergangenen Monat war der ehemalige HFPA-Präsident Philip Berk ausgeschlossen worden, weil er eine E-Mail weitergeleitet hatte, in der die Black Lives Matter-Bewegung gegen Rassismus in den USA als "Hass-Bewegung" bezeichnet wurde.

gap/yb

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