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US-Regierung kritisiert Xis Treffen mit Putin in Kriegszeiten

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Regierung hat das Treffen von Chinas Präsidenten Xi Jinping mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin kritisiert. "Dies ist nicht der richtige Zeitpunkt für 'business as usual' mit Herrn Putin angesichts dessen, was er in der Ukraine tut", sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates, John Kirby, am Donnerstag dem Sender CNN. "Die ganze Welt sollte sich gegen das, was Herr Putin tut, auflehnen."

Kirby mahnte: "China hat eine Wahl zu treffen." Die chinesische Regierung habe sich klar dafür entschieden, den Krieg in der Ukraine nicht zu verurteilen. China habe allerdings auch nicht gegen die Sanktionen verstoßen, die gegen Russland verhängt worden seien, und China habe Putin bislang ebenso wenig "direkte materielle Unterstützung" zukommen lassen. Es bleibe abzuwarten, ob Xi sich dazu entscheide, tatsächlich etwas Materielles für Russland zu tun.

Kirby sagte weiter, das Treffen der beiden Präsidenten sei vor allem wichtig für den Kremlchef, "denn Herr Putin steht in der Ukraine unter großem Druck und Stress". Seine Armee sei in keinem guten Zustand, sagte Kirby mit Blick auf die jüngsten militärischen Erfolge der Ukraine in dem Konflikt. Für den Kreml sei es daher sicher von Vorteil, an China heranzurücken.

Putin und Xi kamen am Donnerstag am Rande des Gipfels der Organisation für Zusammenarbeit im usbekischen Samarkand zusammen - zum ersten Mal seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine Ende Februar. Die beiden gaben sich demonstrativ geschlossen und nutzten ihr Treffen auch dazu, um sich als gemeinsame Front gegenüber dem Rivalen USA zu positionieren.