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US-Präsident Biden: „Nord Stream 2 schlechter Deal für Europa“

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 2 Min.

Es bleibt weiterhin spannend, wie es beim Bau und dem Verfahrensgang von Nord Stream 2 weitergehen wird. Fest steht jedenfalls: Der Bau nimmt an Fahrt auf. Die Inbetriebnahme könnte die größere metaphorische Baustelle sein. Ein Thema sind und bleiben die US-Sanktionen.

Die Hoffnung liegt unter anderem auf einem neuen US-Präsidenten Joe Biden, der inzwischen in Amt und Würden ist. Allerdings zeigen erste Äußerungen, teilweise auch schon im Vorfeld seiner Präsidentschaft: Ein Fan des Projekts ist auch dieser US-amerikanische Staatslenker nicht.

Das hat sich jetzt ein weiteres Mal bestätigt. Hier ist, was Foolishe Investoren wissen sollten. Sowie, warum es trotzdem ein Fünkchen Hoffnung gibt.

Biden: Nord Stream 2 schlecht für Europa

Wie aus einem aktuellen Bericht des Spiegels hervorgeht, hat sich an der Haltung von US-Präsident Joe Biden bezüglich Nord Stream 2 nichts verändert. Demnach ist die EU-Pipeline für den Präsidenten auch weiterhin ein schlechter Deal für Europa. Das bestätigte jetzt die Sprecherin Jen Psaki. Damit bleibt eigentlich so weit alles beim Alten.

Ob es beim ersten Telefonat zwischen Kanzlerin Merkel und Biden zu einem Austausch zu dem Projekt gekommen ist, das blieb im Rahmen dieses Statements offen. Allerdings gibt es einen Hoffnungsschimmer bezüglich der Causa Nord Stream 2 und des weiteren Verfahrensgangs.

Anders als der ehemalige US-Präsident Trump möchte Biden nämlich vor allem eines: eine diplomatische Lösung. Wie Jen Psaki bestätigte, würden die derzeitigen Maßnahmen von der neuen US-Regierung überprüft werden. Biden wird demnach mit seinen europäischen Partnern beraten. Sowohl das Wort Partner als auch beraten lässt darauf schließen, dass Diplomatie künftig wichtiger werden dürfte.

Konsensfindung möglich

Ganz anders als vorher scheint daher eine Sache plötzlich wieder möglich zu sein: Das Finden eines Konsenses. Die Haltung des US-Präsidenten ist klar und unmissverständlich. Nord Stream 2, vermutlich auch analog zur Meinung der eigenen Partei, ist ein schlechter Deal für Europa. Der Weg, das umzusetzen, dürfte jedoch inzwischen das Entscheidende sein.

Auch den USA geht es in der Quintessenz schließlich vor allem darum, das eigene Gas nach Europa zu liefern. Wenn hier Lösungen gefunden werden, so könnten die US-Sanktionen möglicherweise bald vom Tisch sein. Zumindest die Möglichkeit scheint unter einem US-Präsidenten Biden vorhanden zu sein.

Das ist es, was Foolishe Investoren dazu mitnehmen sollten. Die Erwartungen und Hoffnungen an Biden scheinen jedenfalls aufzugehen. Zudem dürfte sich der Draht der USA in Richtung Deutschland, Europa und dem Rest der Welt vermutlich wieder bessern.

Nord Stream 2: Auch andere Baustellen

Gute Neuigkeiten an dieser Front also. Trotzdem gilt weiterhin: Nord Stream 2 wird diskutiert. Teilweise sogar innenpolitisch. Teilweise in Europa. Weitere Schlagzeilen werden folgen. Auch wir Fools bleiben natürlich dran.

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