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Hurrikan "Sally" erreicht US-Golfküste in Alabama

Gianrigo MARLETTA
·Lesedauer: 2 Min.
Küstenstraße in Pascagoula im Bundesstaat Mississippi
Küstenstraße in Pascagoula im Bundesstaat Mississippi

Der Hurrikan "Sally" hat im Bundesstaat Alabama die US-Golfküste erreicht. Der Wirbelsturm der zweitniedrigsten Hurrikan-Stärke 2 traf am Mittwoch nahe der Ortschaft Gulf Shores in Alabama auf Land, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) mitteilte. "Sally" erreichte Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 Stundenkilometern und sorgte in Alabama und im Nordwesten von Florida für Überschwemmungen und Stromausfälle.

Die Meteorologen hatten zuvor vor gefährlichen Fluten gewarnt. "In Teilen der nördlichen Golfküste sind historische und lebensbedrohliche Überschwemmungen wahrscheinlich", warnte das NHC. Besonders gefährdet seien Küstengebiete der Bundesstaaten Alabama, Mississippi und Florida, erklärte das NHC.

Da sich der Wirbelsturm mit einer Geschwindigkeit von sechs Stundenkilometern nur langsam fortbewegt, könnte es in einigen Gebieten lang anhaltend regnen. In der Stadt Pensacola im Nordwesten Floridas standen schon am Mittwochmorgen Straßen unter Wasser, wie auf Bildern in den Online-Netzwerken zu sehen war. 

Im Badeort Orange Beach in Alabama wurden Schiffe auf den Kai des Yachthafens geschleudert. Die Behörden im Bezirk Baldwin, zu dem Orange Beach gehört, warnte vor einer "extrem gefährlichen Situation". Der Sturm habe schwere Überschwemmungen und große Schäden angerichtet. 

Mehr als 270.000 Haushalte in Alabama und 230.000 in Florida waren am Mittwochmorgen ohne Strom, wie es auf der Website Poweroutage.us hieß.

Die Gouverneure von Mississippi und Alabama hatten für ihre Bundesstaaten den Notstand ausgerufen. "Wir haben es mit einer Rekordüberflutung zu tun, vielleicht sogar mit einem historischen Höchststand. Je höher das Wasser steigt, umso höher wird auch das Risiko für den Verlust von Eigentum und Leben", warnte Alabamas Gouverneur Kay Ivey am Dienstag auf einer Pressekonferenz.

"Sally" ist einer von fünf tropischen Wirbelstürmen, die derzeit im Atlantik aktiv sind - ein Phänomen, das laut Meteorologen bislang nur einmal zuvor im September 1971 registriert wurde. 

Erst Ende August hatte der Hurrikan "Laura" im Süden der USA schwere Schäden angerichtet. Mindestens 14 Menschen kamen durch den Sturm in Louisiana und Texas ums Leben. US-Präsident Donald Trump verglich "Sally mit "Laura", erklärte jedoch, der Sturm sei "unter Kontrolle".

mid/ju