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US-Handelskonflikt mit China: IWF warnt vor hohen Kosten

WASHINGTON (dpa-AFX) - Wegen des Handelskonflikts zwischen den USA und China könnte die globale Wirtschaftsleistung im kommenden Jahr um bis zu 700 Milliarden US-Dollar sinken. Das gehe aus einer Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) hervor, sagte die neue Chefin der Organisation, Kristalina Georgiewa, am Dienstag laut Redeprotokoll in Washington.

Die Summe setze sich aus den direkten und indirekten Kosten zusammen

- wie Vertrauensverlust, Unsicherheit und Marktreaktionen. Genauere

Daten werde der IWF in der kommenden Woche veröffentlichen. "In einem Handelskrieg verliert jeder", sagte die Ökonomin und forderte die Konfliktparteien auf, sich zu einigen.

Die 66-jährige Bulgarin leitet den IWF seit dem 1. Oktober. Sie übernahm das Amt von der Französin Christine Lagarde. Vorher war Georgiewa unter anderem Geschäftsführerin der Weltbank und EU-Kommissarin.