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US-Anleihen: Leichte Verluste zu Handelsbeginn

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WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Staatsanleihen sind am Dienstag zu Handelsbeginn im Kurs gefallen. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) sank um 0,04 Prozent auf 132,55 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Anleihen stieg leicht auf 1,61 Prozent.

Wesentlich deutlicher als in den USA gerieten Staatsanleihen in Europa unter Druck. Dort wurde als Grund auf steigende Inflationserwartungen in den USA verwiesen. Hintergrund sind mit Spannung erwartete Inflationsdaten, die jedoch erst am Mittwoch bekanntgegeben werden. Es wird mit einem deutlichen Teuerungssprung in Richtung eines zehnjährigen Höchststands gerechnet.

Auch wenn die aktuelle Inflationsdynamik zum Großteil auf statistische Basiseffekte aufgrund des Preiseinbruchs in der ersten Corona-Welle zurückgeht, verleiht die Entwicklung dem Thema Inflation Rückenwind an den Märkten. Hinzu kommen deutlich steigende Rohstoffpreise und zahlreiche, teils coronabedingte Probleme in den internationalen Lieferketten, die zu stark steigenden Vorproduktpreisen führen.

Bisher gibt sich die US-Zentralbank Fed gelassen, weil sie die Preissteigerungen als temporäres Phänomen betrachtet. Viele Analysten nennen den bisher weitgehend ausbleibenden Lohnauftrieb als Argument gegen einen dauerhaften Anstieg der Inflation. Sollten die Löhne im konjunkturellen Aufschwung jedoch stärker Fahrt aufnehmen, könnte dies über eine Lohn-Preis-Spirale auch der Fed zu denken geben.