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US-Anleihen: Langläufer ziehen an - Pessimismus der US-Notenbank triebt an

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NEW YORK (dpa-AFX) - Lang laufende US-Staatsanleihen haben am Donnerstag ihre zur Wochenmitte erzielten Gewinne ausgebaut. Marktteilnehmer nannten die sehr schlechte Stimmung an den Aktienmärkten als Grund. Sichere Anlagen, zu denen amerikanische Staatsanleihen gezählt werden, erhielten daher zumeist Zulauf.

Ein Grund für den Marktpessimismus lieferte die US-Notenbank Fed. Sie bestätigte am Mittwoch ihren extrem lockeren geldpolitischen Kurs und gab einen düsteren Konjunkturausblick. Nach neuen Zinsprognosen soll der Leitzins bis Ende 2022 an der Nulllinie kleben. Die Wirtschaft dürfte in diesem Jahr massiv schrumpfen. Notenbankchef Jerome Powell befürchtet, dass ein Teil der Arbeitsplatzverluste in der Krise dauerhaft sein wird. Dabei könnte es sich um Millionen Jobs handeln, sagte er.

Verunsichert waren Anleger auch wegen neuer Infektionszahlen aus den USA. Dort steigen die Neuinfektionen in einigen südlichen Bundesstaaten, darunter Florida und Texas. "Wir erwarten die Wiedereinführung einiger Corona-Beschränkungen in einigen Städten oder Staaten in den kommenden Wochen", teilte das britische Analysehaus Pantheon mit.

Zweijährige Anleihen fielen um 1/32 Punkt auf 99 28/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,183 Prozent. Fünfjährige Anleihen verharrten bei 99 22/32 Punkten. Sie rentierten mit 0,312 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen hingegen stiegen um 20/32 Punkte auf 99 21/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,659 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren zogen um 2 11/32 Punkte auf 96 5/32 Punkte an. Sie rentierten mit 1,406 Prozent.